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Arbeitszeit im Wandel


Digitalisierung, Industrie 4.0 und demographischer Wandel sorgen in Kombination dafür, dass alte Arbeitszeitmodelle ausgedient haben. Wer in Zukunft kreative und leistungsbereite Mitarbeiter an sein Unternehmen binden möchte, muss diesen Flexibilität und Freiheit bieten. Zugleich bringen moderne Arbeitszeitmodelle auch für die Unternehmen viele Vorteile mit sich. Wenn dann gearbeitet wird, wenn Arbeit anliegt, werden Kosten gespart und die Leistungsfähigkeit erhöht. Die Broschüre „Arbeitszeit im Wandel“ hilft Betrieben, ihr eigenes Arbeitszeitmodell zu gestalten.




Veröffentlicht wurde die Broschüre vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) in Gemeinschaft mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Interessant ist sie jedoch weit über die Grenzen der Metall- und Elektroindustrie hinaus, denn die enthaltenen Beispiele und Modelle lassen sich auf die meisten anderen Branchen übertragen. In einer immer schlechter planbaren Welt, verbindet Arbeitnehmer und Arbeitgeber das Interesse an sicheren Arbeitsplätzen und bestmöglichen Arbeitsbedingungen für die knapper werdenden Fachkräfte. Deshalb ist es für einen attraktiven Arbeitgeber wichtig zu überlegen, welche Rahmenbedingungen er seinen Mitarbeitern in Zukunft anbieten möchte. In Abstimmung mit dem Betriebsrat lassen sich oft Möglichkeiten finden, die allen Interessen gleichermaßen gerecht werden.

 

 

Im Grundlagen-Kapitel erklären die Autoren, welche Arten der Zeitmessung schon aus rechtlichen Gründen interessant sind. Dabei weisen sie auch darauf hin, dass kein Arbeitszeitmodell eine dauerhaft zu geringe Personalkapazität auffangen kann. Möglich ist jedoch sowohl die betriebliche als auch die individuelle Flexibilität des einzelnen Arbeitnehmers zu erhöhen. Das hilft zum Beispiel bei saisonal schwankender Auslastung oder auch, um Raum für private Verpflichtungen oder Interessen zu schaffen. Nach rund 30 Seiten Einführung geht es dann zu praktischen Beispielen. Dargestellt wird jeweils kurz, um was für eine Art Unternehmen es sich handelt und welche Problemstellung zu bewältigen war. Das Repertoire reicht vom Wusch Nachtschichten möglichst zu reduzieren bis hin zu Vertrauensarbeitszeit.

 

 

Gut gelungen ist auch der zweite Teil der Broschüre, der bei den Überlegungen zur Einrichtung eines eigenen Arbeitszeitmodells hilft. Diese beginnt mit einer Standortermittlung, bei der es um den betrieblichen Bedarf und die Ist-Analyse geht. Anschließend werden Ist und Soll verglichen und Ziele definiert. Dann erst geht es um die Entwicklung von Arbeitszeitmodellen. Auf Basis der nötigen Kapazitäten wird geschaut, welche Methoden zum eigenen Unternehmen passen könnten. Dabei kann auch die Einrichtung von langfristigen Arbeitszeitkonten Sinn machen. Schließlich geht es nach der Abstimmung mit dem Betriebsrat in eine Testphase, an deren Ende die Entscheidung über die dauerhafte Einführung oder die weitere Anpassung des Modells steht. Ergänzt wird das Werk um Hintergrundwissen wie arbeitswissenschaftliche Empfehlung zur Schichtplangestaltung und rechtliche Aspekte. Erschienen ist die Broschüre (ISBN 978-3-662-54147-0) zum Preis von 24,99 Euro.


Links:

www.arbeitswissenschaft.net








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