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Eckardt von Hirschhausen: Endlich!


„Wenn das Leben endlich ist, wann fangen wir endlich an zu leben?“, fragt Eckardt von Hirschhausen in seinem Bühnenprogramm „Endlich!“, das nun auch als Hörbuch erschienen ist. Eine gute Stunde lang redet und singt von Hirschhausen über die knapper werdende Zeit und das Leben. Vielleicht motiviert durch den eigenen 50. Geburtstag nimmt sich der Entertainer Themen wie Anti-Aging, die innere Uhr oder die Rush Hour des Lebens vor. In die Unterhaltung eingebettet sind ernst gemeinte und nachdenklich machende Tipps zum besser leben. In jeder CD-Hülle steckt zudem ein humorvoll präsentierter Organspenderausweis – für alle, die selbst kein hohes Alter erreichen, aber anderen Menschen ein neues Leben schenken möchten.




Die Zeit sei nicht spurlos an ihm vorüber gegangen, frotzelt von Hirschhausen gleich zu Beginn des Programms und beruhigt die älteren Zuhörer. Ein Problem habe man nur, wenn man nicht 50 werde. Er selbst könne immer noch alles wie mit 20 Jahren – aber nicht mehr am gleichen Tag. In seinem aktuellen Programm nimmt sich der Berliner Zeit, sich mit der Zeit zu beschäftigen. Er verspricht jedem Zuhörer mindestens einen schönen Gedanken mit auf den Weg zu geben und warnt vor dem Tod, der ihm wie der Scheinriese Tur Tur aus dem Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ vorkommt. Zwar lauere hinter der Zeit der Tod, doch könne man dazu beitragen, das eigene Leben zu verlängern. Spannung kommt auf, als von Hirschhausen seine Lebensformel in 30 Sekunden ankündigt. „Nicht Rauchen, Bewegen, Gemüse, Erwachsenwerden, Kindbleiben“, so der bühnenerfahrene Mediziner. Die Punkte seiner Liste untermauerte er anschießend mit humorvoll eingepackten Tipps wie dem Verzicht auf Tabak. „Es rauchen heute nur noch die, die vergessen haben aufzuhören“, gab er dem Publikum mit auf den Weg. Mit Hilfe einer App könne man heute schon schauen, was Rauchen für die eigene Zukunft bedeute. Wichtig sei es hingegen viel Gemüse zu essen und niemals aufzuhören zu spielen.

 

Keine Lösung sei es Hirn auf Festplatte zu speichern und so unsterblich zu werden. Besser kümmere man sich um ein gutes Leben. Eckard von Hirschhausen beschrieb, dass viele Menschen das Gefühl haben, die Zeit verrinne immer schneller. Das könne daran liegen, dass für Menschen Dinge merkwürdig sind, wenn sie neu sind. Deshalb lohnt es sich in jedem Alter, neugierig zu sein und neue Dinge zu probieren.

 

Manchmal helfe es Dinge loszulassen. Auch er selbst habe mit den Jahren viel zu viel Dinge gehortet, bekennt der Entertainer. Er brauche einen Lehrmeister zum Loslassen und habe diesen spirituellen Meister in einem Müllmann gefunden. „Brennbar oder nicht“ sei dessen einzige Frage – und zugleich ein wichtiger Impuls für´s Leben. In dem könne man viel von Schnecken lernen, denen von Hirschhausen ein Loblied widmet. Man könne das Leben wir einen Film sehen – und sollte sich gerade den Abspann anschauen, um zu erfahren, wer die Regie geführt und das Casting verantwortet habe. Erschienen ist das Hörbuch (ISBN 978-3-8445-3042-1) im Hörverlag.


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