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Sind Lügen ein Liebesbeweis?


Alice und Paul haben ein befreundetes Ehepaar zum Abendessen eingeladen. Doch kurz bevor es losgeht, verwickelt Alice ihren Ehemann in ein Gespräch. Sie berichtet, dass sie Pauls besten Freund Michel zufällig dabei beobachtet hat, wie dieser auf der Straße eine fremde Frau geküsst hat. Deshalb will sie nicht mit Michel und seiner Ehefrau Laurence gemeinsam zu Abend essen. Paul hingegen hält den Kuss für eine Lappalie und appelliert an seine Frau das unerfreuliche Thema zu verschweigen, um die Freundschaft nicht zu gefährden. So wird aus dem zufälligen Impuls erst eine tiefgreifende Diskussion und im Theaterstück „Die Lüge“ von Florian Zeller schließlich ein interessantes Verwirrspiel um Wahrheit und Lüge.




Am Anfang sind die Positionen ganz klar. Alice will ihrer Freundin Laurence von ihrer Beobachtung berichten. Paul will seinen Freund Michel und die scheinbar glückliche Beziehung des anderen Paares schützen. Doch schon bei der Überlegung, das anberaumte gemeinsame Abendessen abzusagen, kommen Paul und Alice nicht überein. Da klingelt es an der Tür – und aus der Diskussion zu zweit wird ein nervenaufreibender Abend zu viert. Blicke fliegen hin und her. Andeutungen schaffen Raum für Eifersucht. Unausgesprochen steht im Raum, dass es ein Problem gibt. Das verkörpern Patricia Rabs, Julia Streich, Dirk Volpert und Daniel Wandelt auf der Bühne des Theaters an der Luegallee in Düsseldorf hervorragend. Als das Licht ausgeht sind Paul und Alice wieder zu zweit. Sie reden über den Abend und stellen sich die Frage, was man selbst gerne wissen würde. Was verlangt die Freundschaft zu tun oder zu lassen? Wo beginnt und endet der Anstand? Schnell zeigt sich, dass die beiden ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Umgang mit Wahrheit und Lügen haben. „Wenn man sich immer die Wahrheit sagen würde, gäbe es kein einziges Paar mehr auf der Welt“, vermutet Paul und weckt damit die Neugier der scharfsinnigen Alice. Die beginnt ihren Mann auszufragen und verlangt von ihm endlich die Wahrheit zu sagen. Doch auch sie selbst trägt ein Geheimnis in sich, das ihr Ehemann nicht kennt. Sollte er es erfahren? Ist die Wahrheit ein Liebesbeweis oder eher die Lüge? Gezeigt wird das Stück, bei dem am Ende keiner keinem mehr glaubt, wieder am 2. bis 5. und 7. Januar 2018. Karten zum Preis von 19 Euro gibt es telefonisch (0211/572222), an der Abendkasse und über Internet.


Links:

www.theater-luegallee.de








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