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Um Geld verhandeln


Im Verlag C.H. Beck ist der kompakte Ratgeber und Wegbegleiter „Um Geld verhandeln. Gehalt, Honorar und Preis – So bekommen Sie, was Sie verdienen“ erschienen. Die Autorin Claudia Kimich gibt auf 125 Seiten Hilfestellung zu diesem Thema und zeigt, wie man mit guter Vorbereitung und dem richtigen Selbstwertgefühl an die Sache herangeht. Claudia Kimich ist seit 12 Jahren freie Trainerin und Coach, die mit ihren Methoden zum Nachdenken, Umdenken, Lösungen- und Ideenfinden anregt.




Eine Studie unter 20- bis 50-Jährigen in den Städten Essen, Dortmund, Düsseldorf und Oberhausen hat ergeben, dass sich 72 Prozent der insgesamt 400 Befragten unterbezahlt fühlen. Dieser hohe Prozentsatz lässt sicherlich auch im Hinblick auf die Zufriedenheit der Arbeitnehmer Schlüsse ziehen. 34 Prozent der Personen, die angegeben haben, zu wenig zu verdienen, kannten mindestens einen Kollegen oder eine Kollegin, die aus diesem Grund den aktuellen Arbeitgeber gewechselt hat. Die 72 Prozent, die sagten: „Nein, ich bekomme meiner Meinung nach nicht das, was mir zusteht.“ kamen aus allen Branchen, sodass diese Erscheinung nicht spezifisch auf wenige Berufsfelder zutrifft, sondern den Fitnesstrainer genauso beschäftigt wie den Verkäufer oder die Technikerin. Mehrere der Studienteilnehmer zeigten sich aber auch resigniert und antworteten auf die Frage, wie sie das ändern wollen mit „Gar nicht.“ oder winkten allein bei dem Gedanken ab. Viele verbinden eine Gehaltsverhandlung mit negativen Gefühlen, haben Angst, eine Forderung an den Chef zu stellen und ihm die erbrachten Leistungen vor Augen zu führen. Gibt es hierfür eine Lösung?

 

Claudia Kimich versucht in ihrem Trainingsbuch „Um Geld verhandeln“, diese Herausforderung mit dem Leser als Chance zu sehen und arbeitet mit ihm von Seite zur Seite ein umsichtiges Programm zur Zielerkennung und Mehrwertgewinnung heraus. Der Leser wird angehalten, eine Kladde zur Hand zu nehmen und sich während der Lektüre immer wieder Notizen zu machen oder einzelne Schritte aufzuschreiben. So kann man sich nicht einfach gemütlich zurücklehnen und Wissen durch pure Lektüre aneignen. Vielmehr bedarf es Zeit und Ruhe, Bewusstsein und Gründlichkeit, um die folgende Gleichung, wie von Kimich angepriesen, zu lösen: „Sie + dieses Buch = mehr Geld!“. Nun gut, keiner hat gesagt, dass das ein einfacher Prozess wird. Das Buch bietet auf jeden Fall eine sehr gute Grundlage und zeigt die fundamentalen Erfolgszutaten auf.

 

Doch wirken einige Tipps der Autorin wohl für den ein oder anderen Leser übersteigert. So zum Beispiel das von ihr entwickelte Kimich-Prinzip, das kreativ mit c schreibt, um passend gemacht zu werden. Authentischer sind da die Beispiele und kurzen Anekdoten, die sie zur Untermalung ihrer Erläuterungen gebraucht und die motivierend und inspirierend wirken, - die auch gelegentlich zum Schmunzeln bringen und zeigen, dass das Verhandeln um Geld zwar eine Hürde ist, aber man jede Hürde überwinden kann. Kimich weißt immer wieder darauf hin, dass man die Wirkung und Ausprägung der Zielerreichung durch externe Coaches besser steuern kann. Das ist ein gutgemeinter Ratschlag, den man aber ungern mehrmals liest, wenn man sich gerade dafür entschlossen hat, einen Ratgeber zu diesem Thema zu kaufen. Sehr nützlich und hilfreich sind ihre Tipps aber dann auch ohne professionelle Hilfe. Man wird erkennen, welche Möglichkeiten sich eröffnen, wenn man in die nächste Verhandlung geht. Man wird eine Ahnung davon haben, wie man dem Vorgesetzten entgegenkommen muss und wie groß die jeweilige Portion Charme und Eleganz sein sollte, um das Herz des Chefs und damit mehr Geld zu gewinnen. Das Buch aus der Serie Beck Kompakt, ISBN 978-3-406-60839-1, ist für 6,80 Euro erhältlich.


Links:

www.beck.de








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