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Schwerelos im Bottroper Windtunnel


Seit wenigen Monaten steht in Bottrop Europas schnellster High-Tech-Windtunnel. Dieser ermöglicht es nicht nur Fallschirmspringern unter professioneller Anleitung Sprünge aus dem Flugzeug zu trainieren, sondern auch abenteuerlustigen Gästen ohne Sprungerfahrung, das Fliegen ausprobieren. Die Kammer des gläsernen Windtunnels hat einen Durchmesser von 4,3 Metern und ist mit 17 Metern Höhe die höchste in Europa. Ein bis zu 286 km/h schneller, gleichmäßiger Luftstrom im Windtunnel sorgt dafür, dass in der Kammer fast die gleichen Bedingungen herrschen wie beim Freifall eines echten Fallschirmsprungs. Ohne aufwendige Sprünge aus dem Flugzeug und mit überschaubarem Risiko können Jugendliche, Erwachsene und sogar Kinder ab vier Jahren das außergewöhnliche Gefühl erleben und ausprobieren, wie sich der freie Fall anfühlt.


Foto: Jochen Schweizer Indoor Skydiving

In unmittelbarer Nachbarschaft des Tetraeders wurden rund 4,6 Millionen Euro investiert und ein 34 Meter hohes Gebäude errichtet. Kern der Anlage, die rund 20 Arbeitsplätze geschaffen hat, ist der gläserne Windtunnel. Was in diesem passiert, können Zuschauer, für die bequeme Sitzkissen bereitliegen, bereits vom Eingang der Anlage erahnen. Scheinbar schwerelos bewegen sich Menschen durch die Luft, steigen auf, sinken wieder herab. Während Einsteiger sich damit begnügen und sich anschließend glücklich den Schweiß von der Stirn wischen, wollen echte Profis mehr. Bis zu sechs professionelle Fallschirmspringer finden zeitgleich Platz in der Kammer und können dort in Begleitung eines erfahrenen Trainers Choreografien und gemeinsame Sprünge üben. Das ist nicht nur viel schneller als am Himmel, sondern auch das ganze Jahr über möglich und im Vergleich zu echten Sprüngen günstig.

 

Den Traum vom Fliegen können aber auch Anfänger in Bottrop verwirklichen und dabei ihren Adrenalinspiegel mit einem atemberaubenden Flugerlebnis nach oben treiben. Wer sich für den Flug entscheidet wird vor Ort mit dem nötigen Equipment ausgestattet. Lediglich bequeme Kleidung und Turnschuhe sollte man mitbringen. Ausgestattet mit Helm, Schutzbrille, Ohrenschützern und einem Fluganzug geht es dann in die Umkleide. Anschließend erklärt ein Instruktor jedem angehenden Flieger, auf was man im Tunnel achten muss. Dabei wird nicht nur die richtige Körperhaltung geübt, sondern auch eine Reihe von Zeichen vereinbart, mit denen der Instruktor auf häufige Fehler aufmerksam macht, die man als Einsteiger im Tunnel selbst nicht bemerken würde.

 

Das Prinzip des Indoor-Skydiving ist denkbar einfach. Je mehr Angriffsfläche der Körper dem Wind bietet, umso schneller steigt man nach oben. Der Körper sieht dann aus wie ein X. Möchte man wieder herab, reduziert man einfach die Fläche und bildet ein Hohlkreuz um den Luftwiderstand zu reduzieren. Nachdem man durch eine Schleuse gegangen ist, beginnt der erste Flug. Aus der Tür des Windtunnels lässt man sich in den Luftstrom fallen und wird von diesem aufgefangen. Mit Hilfe des Instruktors gelingt es schon nach wenigen Sekunden in die richtige Lage zu kommen und größtenteils ohne Hilfe durch den Raum zu schweben. Zwar wird der erste Flug nicht gleich die Zuschauer begeistern, aber Übung macht den Meister – auch beim simulierten Sprung aus 3.000 bis 4.000 Metern Höhe im re-zirkulierenden Windkanal. Nach oben setzt die Physik die Grenzen, sodass niemand Sorge haben muss durch den von vier Turbinen erzeugten Luftstrom nach oben weggetragen zu werden. Und auch nach unten ist alles abgesichert. Ein Netz, vergleichbar mit einem Sprungtuch, sorgt dafür, dass selbst ein unwahrscheinlicher Sturz auf den Boden ohne Folgen bliebe. Die hat jeder Teilnehmer selbst zu tragen und muss deshalb vor Beginn des Erlebnisses einen Haftungsausschluss für den Veranstalter unterzeichnen.

 

Nach kurzer Eingewöhnungszeit gelingt es den meisten Teilnehmern, sich kontrolliert im 3-dimensionalen Raum zu bewegen. Einsteiger können sich dabei auf die Instruktoren verlassen, die in den 1-2minütigen Flugzeiten nicht nur helfen Haltungsfehler zu korrigieren, sondern auf Wunsch auch für ein kontrolliertes Abenteuer sorgen und ihren Schützling in die Mitte der Windkammer und in die Höhe befördern. Zuschauer sind jederzeit herzlich willkommen, doch wer möchte kann das Erlebnis zum Aufpreis von 15 Euro auf DVD brennen und mit nach Hause nehmen lassen. Aufgrund der schlechten Qualität der Aufnahme sollte man die jedoch besser in zusätzliche Flugzeit investieren, statt sich über schlechte Bildqualität und falsche Datumsangaben auf der DVD zu ärgern.

 

Auch ohne besonders sportlich zu sein, kann man das Erlebnis im Windtunnel in Bottrop wagen. Dank der Kurzeinweisung und der Erfahrung der Instruktoren kann man sich im Tunnel einer „Fallgeschwindigkeit“ von 50 Metern pro Sekunde aussetzen. Geschützt durch Brille und Ohrenschützer merkt man von den pro Sekunde bewegten 1,5 Tonnen Luft nur ein leichtes Rauschen und die fehlende Schwerkraft. Das kleinste Paket „AIRlebnis M“ kostet 49 Euro und beinhaltet neben der Einweisung und der Leihausrüstung zwei Minuten Zeit im Windtunnel. Bei größeren Paketen sinkt der Minutenpreis. So kosten zehn Minuten 199 Euro.

 

Buchen kann man dieses und über 900 weitere unvergessliche Erlebnisse beim Erlebnisgeschenke-Anbieter Jochen Schweizer über das Internet und in einem von über 25 Adrenalin Shops in Deutschland und Österreich.


Links:

www.jochen-schweizer.de/geschenke/bodyflying-erlebnisse,default,pd.html








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