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Déjà-vu im Apollo Varieté


Bis zum 15. April 2018 zeigt das Düsseldorfer Apollo Varieté die Show „Déjà-vu“. Moderator Bert Rex führt mit seinem trockenen Humor durch ein akrobatisch und künstlerisch reizvolles Programm. Die Artisten begeistern das Publikum mit einer Show, die auf den ersten Blick vertraut wirkt, sich aber schnell in unerwartete und besondere Richtungen entwickelt und auf diese Weise immer wieder verblüfft. Außergewöhnlich ist auch der Auftritt der Pantomimen „Halves Project“, deren geteilte, mystisch leuchtende Körper auf der dunklen Bühne eine kurzweilige Geschichte erzählen.










Bert Rex ist als Moderator der rote Faden des Abends. Mit Brille und Stock ausgestattet tritt er vor den Vorhang. Mit seinem trockenen Humor polarisiert der Entertainer. Während die einen seine manchmal absichtlich unbeholfen wirkende Art äußerst komisch finden, freuen sich andere mehr auf die nächsten Artisten. In welche Richtung der Humor des Moderators geht, zeigt sich schon in den ersten Sekunden. Als der Applaus zu Showbeginn eher dezent bleibt, scherzt er: „Wenn Sie keine Lust haben, dann machen wir es ohne Lust!“. Den nach diesem Scherz stärkeren Applaus kommentiert er wenig später: „Da haben sich schon einige auf mein Niveau eingestellt. Die klatschen dafür…“. Als sich der Vorhang hebt und Geraldine Philadelphia mit ihrem Hula-Hoop-Reifen auf die Bühne kommt, ist ihr die Aufmerksamkeit gewiss. Ihre Choreografie verbindet Elemente aus Akrobatik und Jonglage mit der klassischen Disziplin Hula-Hoop. So balanciert die 21jährige den Reifen auf der Stirn und jongliert mit vier kleineren Reifen. Auch Bert Rex ist begeistert: „Wie schön das aussehen kann, wenn man Ringe um den Bauch hat.“

 

Der aus Thüringen stammende Moderator hat nicht nur eine flinke Zunge, sondern auch flinke Hände, die er als Zauberer einsetzt. So verblüfft er beim Ballzauber auf der Bühne eine Freiwillige aus dem Publikum. Dann geht das Licht aus. In der Dunkelheit zeichnen sich die hellen Kostüme der Pantomimen von „Halves Project“ ab. Das Trio erweckt bei der Schwarzlichtmagie verschiedene Figuren zum Leben. Dabei verteilt sich ein leuchtender Körper meist auf zwei Darsteller, sodass die verschiedenen Körperhälften ein Eigenleben entwickeln. Besonders eindrucksvoll ist das, als Ober- und Unterkörper einer Person sich plötzlich teilen und getrennte Wege gehen. Dann ist wieder Bert Rex an der Reihe. Er präsentiert einen Kartentrick – und dann die äußerst komische Auflösung in Slow Motion. Blitzschnell geht auch Guilaume Karpowicz mit dem Diabolo ans Werk. Er wirbelt ihn durch die Luft, lässt ihn hinter seinem Rücken aufsteigen und umspielt damit seinen Körper.

 

An die 30er-Jahre erinnert der Auftritt des Duos „Have a Ball“. Karen Bourre und Mike Leclair nehmen das Publikum mit zu einem milden Sommerabend auf eine Bank im Park. Aus dem Flirt der beiden entsteht eine anspruchsvolle Jonglage, bei der die Artisten bis zu 13 weiße Bälle gleichzeitig in der Luft halten. Bevor es in die Pause geht erlebt das Publikum den Moderator verkleidet als König auf einem Thron, um den vier reizvoll gekleidete Tänzerinnen des Apollo Balletts tanzen. Nach der Pause, in der man zum Beispiel das Angebot „Show & Dine“ nutzen und Köstlichkeiten aus der Küche genießen kann, geht das Programm weiter. Empfehlenswert sind als Hauptgang zum Beispiel Rinderfiletspieße mit Rosmarin-Gemüse, Kartoffelmus und Portweinsauce. Kaum hat sich der Vorgang wieder geöffnet, sind die Tänzerinnen in ganz anderen Kostümen zu den Klängen von „Diamonds“ wieder zur Stelle. Bert Rex präsentiert einen humorvollen Zaubertrick, bei dem aus dem Nichts eine Wurst erscheint. Die Wurst „von Schweinen aus Bodenhaltung“ verzehrt er sogleich und lässt eine weitere erscheinen. Dann kündigt er Anna Shalamova, „eine Fee, bei der ihm sofort drei Wünsche einfallen“, an. Die vielseitig begabte Artistin zeigt bei dieser Show einen Auftritt am Luftring. Auch bei diesem ist nicht zu übersehen, dass auch die Kontorsion zu ihrem Repertoire gehört. So legt die Artistin hoch in der Luft ein Bein in den Nacken. Später hängt sie nur an den Fußspitzen oder mit dem Nacken im sich mehrere Meter über der Bühne drehenden Ring.

 

Mit einem neuen Kostüm überrascht auch Bert Rex. Er hat sich als indischer Maharadscha verkleidet und kündigt im besten Denglisch den nächsten Tanzauftritt an. „Be quiet dahinten. What is los with you?“, frotzelt er zur ausgelassenen Stimmung im Zuschauerraum. Dann beginnt der Auftritt des glamourösen Apollo Balletts auf der mit Nebel gefüllten Seitenbühne. Auch Bert Rex hat noch etwas vorbereitet. Er lädt ein in die „Abteilung SM“. Das steht bei ihm für Seilmagie. Ein weiteres Highlight des Abends ist das Duo Aleshin, das nur bis zum 4. Februar im Apollo auftritt. Die beiden Artisten zeigen ihr Können als Ikarier. Dabei liegt der eine auf dem Rücken und jongliert den anderen auf seinen Füßen durch die Luft. Dem Duo gelingt dabei sogar ein zweifacher Salto. Das Publikum ist begeistert und staunt, wie elegant den beiden die kraftvolle Darbietung gelingt. Zwischendurch kommt Bert Rex wieder auf die Bühne: „Red Bull verleiht Flügel, Pitbull macht Dir Beine!“ Ein glanzvoller Abschluss des Abends ist das Trio Bellissimo, das bis zum 18. März dabei ist. Die drei bildhübschen Artistinnen zeigen eine anspruchsvolle Choreographie, die an zum Leben erweckte Statuen erinnert. Dabei bauen die drei Frauen aus ihren Körpern Pyramiden und bringen das Publikum mit der gelungenen Mischung aus Schönheit, Kraft und einem Hauch von Erotik zum Staunen. Karten für die Show gibt es telefonisch (0211/8289090), an der Abendkasse und im Internet.


Links:

www.apollo-variete.com








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