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GOP Varieté: Quebec 2nd Avenue


Acht Absolventen der kanadischen Zirkusschule präsentieren bis Ende Februar ihr Können im Essener GOP-Varieté. Das zweistündige Programm kommt ohne Moderator aus und verbindet die einzelnen Auftritte mit Musik und spielerischen Szenen. Blitzschnell vergeht die Zeit, während Akrobaten und Comedians das Publikum begeistern. Das Programm lebt weniger von einzelnen Glanzmomenten als von einer soliden Choreographie und einer ausdrucksstarken Inszenierung. Auch optisch wird einiges geboten. Hintergrund der Bühne ist die Projektion einer verlassenen Kirche – dem Ort, an dem die Zirkusschule in Quebec ihren Sitz hat.












Eine Baustelle? Eine Kirche? Wenn am Abend im GOP der Vorhang fällt, gibt er den Blick frei auf liegen gebliebene Stühle, Metallkonstruktionen und die Projektion eines gewaltigen Gemäuers. Doch schnell wird der Blick vom Hintergrund auf den Vordergrund gelenkt. Erst wirkt die Künstlerin wie eine strenge Lehrerin, doch dann erhebt sie sich in ihrem langen Kleid in einem an der Decke angebrachten Reifen. An diesem zeigt sie ihre Choreografie und überrascht zu den Klängen von „Fever“ durch Geschwindigkeit und Wendigkeit in ihrem unkonventionellen Outfit. Kurz darauf kommt ein ungewöhnliches Duo auf die Bühne. Sie sitzt am Rand der Bühne und singt. Er hat einen Diablo mitgebracht. Doch die kurze Szene ist nur die Überleitung zum Handstandauftritt von Geneviève Drolet. Nach dem eher ruhigen Auftritt wird auf der Bühne das Video eines Boxkampfes gezeigt. Dazu liefern sich die Artisten einen humorvollen Schaukampf, bei dem die Boxhandschuhe auch als Wurfgeschoss eingesetzt werden.

 

 

Der nächste Auftritt führt die Blicke der Zuschauer in die Luft. Auf einem an langen Seilen befestigten Stuhl wirbelt eine Artistin durch die Luft. Schnelle Bewegungen, bei denen Menschen sich wie Kreisel drehen und eine humorvolle Reise nach Jerusalem mit immer weniger werdenden Stühlen bestimmen die nächsten Minuten. Bevor die Gäste in die 15minütige Pause gehen, bleibt Zeit für einen akrobatischen Auftritt. Zu italienischer Musik zeigen die beiden Männer ihr Können und ihre Kraft. Nach der Pause erlebt das Publikum, dass man am Trapez auch Comedy zeigen kann. Zur den Klängen der „Carmina Burana“ liefern sich die ungleichen Artisten einen wilden Kampf um das Trapez.

 

 

Weiter geht es auf dem Boden. Regisseurin Julia Lavergne kommt mit ihrem Cyr auf die Bühne. Der übergroße, bronzen schimmernde Reifen wirbelt mit Lavergne in der Mitte in wilder Jagd über die Bühne. So schnell geht es hin und her, dass man kaum seinen Augen trauen kann. Ruhiger wird es da wieder bei der nächsten Nummer. Einer der Artisten bewegt sich an den Trapaten hoch in die Luft und präsentiert seinen Auftritt. Eine Jonglage mit acht Ringen und ein Auftritt von drei Artistinnen im Luftkubus sind weitere Attraktionen des Abends. Der endet mit einem gelungenen Finale, bei dem die Künstler verschiedene Spielarten des Seilspringens zeigen. Im Liegen? Über Kreuz? Mit drei Seilen? Zu Sechst? All das ist möglich, wenn es im GOP Varieté „Himmlisches Vergnügen“ heißt. Genießen kann man das Programm auf brandneuen Stühlen, die den Besuch im Varieté noch angenehmer machen. Karten in der besten Kategorie gibt es in der Woche für 31 Euro, am Wochenende für 36 Euro und am Sonntag Nachmittag für 26 Euro. Bestellen kann man die Karten telefonisch (0201/2479393), an der Varietékasse und über Internet.


Links:

www.variete.de








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