Therapie online
www.therapie-online.de

Thriller: Die Todesfalle


Um Leben und Tod geht es in Ira Levins Thriller „Die Todesfalle“, der derzeit im Theater im Essener Rathaus gezeigt wird. Der Klassiker spielt im Wohnzimmer des alternden Autors Sidney Bruhl. Zusammen mit seiner Frau Myra wartet Sidney verzweifelt auf den nächsten kommerziellen Erfolg. Als eines Tages ein Brief mit einem scheinbar brillanten Theaterstück im Briefkasten des Paares landet, zeichnet sich für beide eine Lösung ihrer Probleme ab. Das Stück stammt aus der Feder eines angehenden Autors, der im Begleitbrief erklärt, dass ein Kurs von Sidney Bruhl in zu dieser Glanzleistung motiviert hat. Als das Paar den jungen Mann in seine Villa einlädt, geht es weniger um den kreativen Austausch als um Leben und Tod. Und auch die Zuschauer werden immer wieder überrascht von den Wendungen des Thrillers in zwei Akten, mit fünf Darstellern und einem Bühnenbild.






Auf der Bühne vermischen sich die Ebenen immer wieder. Die Darsteller erzählen von einem Stück, spielen ein Stück im Stück und sind selbst Teil einer Inszenierung. Geschickt baut der Autor Spannung auf. Sidney scheint bereit zu sein alles zu tun, um das neue Theaterstück in seine Hände zu bekommen. Während seine Frau mehr darauf setzt ihn als Co-Autor unterzubringen und die Tantiemen zu teilen, giert Sidney nach mehr. Geschickt erkundigt er sich, wie viele Versionen des Manuskripts es gibt und freut sich zu hören, dass der Autor bisher niemandem von seinem Stück erzählt hat. Myra bekommt es mit der Angst zu tun. Für sie sieht es so aus, als ob ihr Ehemann den Verstand verliert und zum kaltblütigen Mörder wird. Hervorragend passt dazu die auf der Bühne drapierte Waffensammlung des Autors. Handschellen, Dolche, Pistolen und Schwerter liegen bereit und deuten an, dass diese Geschichte nicht gut ausgeht.

 

 

Schauspieler Michael Lesch gelingt es der schwierigen Rolle des scheiternden und doch planenden Autors Leben einzuhauchen. Seine Frau, verkörpert von Arzo Ermen, spielt überzeugend seine Frau, die nur begrenzt Widerstand gegen die Pläne ihres Mannes leisten kann. Vielseitig zeigt sich Marten Sand. Er spielt nicht nur das vermeintliche Opfer des Abends, sondern kehrt überraschend gewandelt zurück ins traute Heim der Bruhls. Einen kurzen Auftritt hat Horst R. Naase in der Rolle des farblosen Familienanwalts Portal Milgrim. Farbe auf die Bühne bringt die mit hartem, osteuropäischen Akzent sprechende Hellseherin Gizi Barna, deren übersinnliche Fähigkeiten es beinahe schaffen, die mörderischen Ereignisse vorherzusehen. In dieser Rolle zeigt sich Renée Zalusky. Den Zuschauern steht ein Abend voller Wendungen bevor. Immer wenn man glaubt dem Mörder auf der Spur zu sein und das Ende des Stückes zu erahnen, zerschlägt sich alles wieder binnen Minuten. Gezeigt wird das Stück im Rathaustheater bis zum 5. Februar. Karten gibt es telefonisch (0201/2455555), an der Abendkasse und per Internet.


Links:

www.theater-im-rathaus.de








Zurück zu: Kultur

Interaktiv


testicon

Suche

testicon

Kontakt

testicon

Newsletter


Flattr this



© Therapie online - 2012  Impressum