08. Mai. 2021

Bücher

Klimaschutz ist eines der großen Themen in diesem Jahrzehnt. Während manche noch über internationale Verantwortung streiten, suchen andere konsequent nach Möglichkeiten, im eigenen Alltag CO2-Emissionen einzusparen – möglichst ohne Verlust an Lebensqualität. Häufig wird dabei unterschätzt, welchen Einfluss die eigene Ernährung auf dem CO2-Fußabdruck hat. So schreibt der WWF mit Blick auf Deutschland 20-25 % aller Treibhausgasemissionen der Ernährung zu. Gelänge es, diese auf die Hälfte zu reduzieren, könnte eine klimafreundliche Küche einen wesentlichen Beitrag leisten – und das nur mit kleinen Veränderungen auf dem Teller und ohne Kompromisse beim Geschmack.

Klimafreundlichkeit beginnt beim Einkauf. Wer nur einkauft, was wirklich gebraucht wird, vermeidet Müll und unnötige Emissionen. Darüber hinaus ist es wichtig, Produkte aus der eigenen Region zu kaufen und die jeweiligen Erntezeiten zu beachten. So können frische Kirschen im Sommer eine gute Wahl sein – im Januar kommen diese sicher nicht aus heimischer Produktion, sondern sind um die halbe Welt transportiert worden mit entsprechenden Auswirkungen auf das Klima. Ähnliches gilt für Tomaten. Frische Tomaten aus dem Freiland bringen pro kg nur 0,5 kg CO2-Belatung mit sich. Stammt die gleiche Menge Tomaten aber aus dem Gewächshaus, so fallen schon 9,3 kg CO2 an. Wer also die Lebensmittel der Saison – möglichst regional – kauft, macht schon viel richtig. Auch der bewusste Konsum von Fleisch in kleinen Mengen trägt zu einem klimafreundlichen Leben bei.

Das Buch „Cooking for Future“ enthält eine Fülle von Rezepten, bei denen man ganz bewusst darauf geachtet hat, dass sie eine möglichst geringe Klimabelastung mit sich bringen – und trotzdem schmecken. Zu jedem Rezept sind nicht nur die Zubereitungszeit und die Schwierigkeitsstufe angegeben, sondern auch die passende Saison, um es auf den persönlichen Speiseplan zu setzen. Neben dem Nährwert einer Portion ist auch die Klimabilanz angegeben. So schlagen selbst gemachte Kartoffelpuffer mit Zucchini mit 144 g CO2 zu Buche und sind damit 79 % besser als ein Fertigprodukt. Eingebettet sind die Rezepte in eine optionale 21-Tage-Challenge, bei der nicht nur gekocht wird, sondern nach auch nach alten Rezepten geschaut, Essen vor dem Wegwerfen gerettet und selbstgemachtes Puddingpulver verschenkt wird. Erschienen ist das Buch (ISBN 978-3-9596-1500-6) zum Preis von 24,99 Euro im Christian-Verlag.

(SMC)