24. Jul. 2021

Bücher

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung ließ viele seiner Patienten Bilder malen, um anhand dieser Bilder der Seele einen tiefen Blick in das Unterbewusstsein zu gewinnen. Während C. G. Jung seinen Patienten riet, die Bilder mit sich zu tragen, ließ er sie von vielen Duplikate anfertigen und trug so eine umfangreiche Sammlung zusammen. Nachdem diese lange Zeit im Archiv schlummerte, wurde eine Auswahl aus dem Bildarchiv inzwischen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – in Form einer Ausstellung im Museum im Lagerhaus und auch in Form des Buches „Das Buch der Bilder“.

Viele Bilder und wenige einordnende Texte machen das Werk gerade für Menschen interessant, die sich auf die seit 1917 entstandenen Bilder ihren eigenen Reim machen möchten. Es geht um Themen wie die Suche nach inneren Bildern, vom Unsinn zum Unsinn oder auch darum, die eigene Mitte zu finden. Die Bilder sind unterschiedlich abstrakt bzw. konkret. Während manche auch den Laien ansprechen und eine vermeintlich klare Botschaft haben, sind andere nicht auf den ersten Blick zugänglich. Auch die Emotionen fallen ganz unterschiedlich aus – von düster-bedrohlich bis hin zu bunt und leicht. Interessant sind auch die Titel der Werke, deren Gestalter in der Regel anonym bleiben. Erschienen ist das Buch (ISBN 978-3-8436-1017-9) zum Preis von 36,00 Euro im Patmos-Verlag.

(SMC)