16. Okt. 2018

Bücher

Warum war der Islam einst so erfolgreich als Quelle des Wissens und auch der Eroberung? Während manche das auch eine angebliche Weltverschwörung zurückführen, sieht Dr. Michael Blume den wahren Grund im Verbot der Bücher im Jahre 1485. Dies habe die Verbreitung von Wissen, Innovation und gesellschaftlicher Entwicklung nachhaltig geschädigt. Problematisch sei auch der Glaube an eine Verschwörung zum eigenen Schaden. Diese trübe den Blick für eigene Versäumnisse und Gelegenheiten, das eigene Schicksal zum Besseren zu wenden. Kritisch zu sehen sei auch der hohe Ölverbrauch der westlichen Staaten. Dieser verschaffe autoritären Staatsführungen das Geld, ihre eigene Bevölkerung in Abhängigkeit zu halten. Ohne dieses Geld wäre man viel mehr auf die Eigeninitiative der Menschen angewiesen, die im Gegenzug für die Zahlung von Steuern auch ihre Beteiligung fordern würden. Einen Blick wirft der Autor auf die Verbindung von Religion und Demografie. Generell und unabhängig vom Islam gebe es in den meisten religiösen Familien mehr Kinder als in weniger gläubigen. Mit zunehmender Bildung sei aber auch bei Religiösen ein Geburtenknick zu beobachten. Das Buch schließt mit Anregungen für die Zukunft. Erschienen ist das Buch (ISBN 978-3-8436-0956-2) zum Preis von 19,00 Euro im Patmos-Verlag. (SMC)