20. Feb. 2020

Bücher

Eine Wespe auf dem Pflaumenkuchen? Eine Fliege am Grillteller? Früher war das für echte Gourmets nur schwer erträglich. Und das, obwohl Insekten in weiten Teilen der Welt auf dem Speiseplan stehen. Als hervorragende und unkomplizierte Futterverwerter sind Insekten auch mit Blick auf den Klimaschutz eine für viele durchaus relevante Alternative zu Fleisch und Fisch. Denn auch in Insekten stecken Proteine und gesunde Aminosäuren. Doch wie isst man Insekten? Und wie bereitet man sie zu? Damit beschäftigt sich das Insektenkochbuch „Köstliche Insekten“ von Andreas Knecht und Edit Horvath.

Im ersten Teil stellt das Buch vor, warum es Sinn macht Insekten zu essen. „Der Insektenküche gehört die Zukunft“, behaupten die Autoren und untermauern das mit Fakten zu Inhaltsstoffen, Zubereitung und Einkauf. Anschließend stellen sie die in Deutschland gebräuchlichsten Speiseinsekten vor. Auf jeweils einer Seite werden Heuschrecken, Grillen und Mehlwürmer mit ihren jeweiligen Vorzügen dargestellt. Dann geht es an die Rezepte. Snacks, Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts lassen sich angereichert um Insekten zubereiten. Zu jedem Rezept werden die Zutaten genannt, eine Anleitung zur Zubereitung gegeben und auf einem Foto gezeigt, wie das fertige Gericht aussehen könnte. Dabei setzen die ästhetischen Fotos darauf, die Insektenküche als trendige Gourmetküche zu präsentieren. Ob es mundet? Das wird jeder Leser für sich entscheiden. Während die Insekten bei manchen Gerichten kaum erkennbar sind, stehen sie bei anderen auch optisch im Mittelpunkt. Ob man da zubeißen mag, entscheidet man am besten nach der Lektüre des Insektenkochbuchs (ISBN 978-3-0378-0616-6), das im Fona-Verlag erschienen ist

(SMC)