17. Sep. 2019

Bücher

Während manche schon das Ende der Privatsphäre ausrufen, sieht die Autorin in erster Linie die Notwendigkeit mit der nötigen Kompetenz an Social Media heranzugehen. Anschaulich beschreibt sie, wie die weite Verbreitung dafür sorgt, dass man an den sozialen Medien kaum noch vorbei kommt. Selbst, wer sich gegen eine eigene Präsenz entscheidet, kann damit nicht verhindern, dass sich andere in den Social Media Portalen mit ihm beschäftigen und über ihn äußern. Durch Abstinenz entfällt also nur die Möglichkeit selbst Einfluss zu nehmen und auf Äußerungen anderer zu reagieren. Oft vermischen sich in Social Media Accounts Berufs- und Privatleben. Wer Fotos aus dem Urlaub postet und zugleich mit Kollegen und Chefs „befreundet“ ist, sollte genau darauf achten, welche Informationen und Daten veröffentlicht werden.

In einem eigenen Kapital beschreibt die Autorin die wesentlichen Gefahren von Social Media. Genauso greift sie die manchmal irrationalen Ängste vor der digitalen Welt auf. Janson rät, sich bewusst zu machen, wer in den Portalen mitliest und warnt vor übertriebener Panik. Dabei geht sie auch auf Reizthemen wie die Kontrolle von Bewerber- und Mitarbeiterdaten durch Arbeitgeber und die Frage nach dem angemessenen Umfang des Datenschutzes ein. Zahlreiche Kurzinterviews und Beispiele aus der Praxis ergänzen das Buch. Dabei beschreibt die Autorin auch aktuelle Fälle von Datendiebstahl und hilft ihren Lesern so, sich ein eigenes Bild von Social Media zu machen. Erschienen ist das Buch (ISBN 978-3-8688-1313-5) zum Preis von 16,99 Euro im Redline Verlag. (SMC)