19. Mai. 2022

Bücher

Bei gedrückter Stimmung sitzen der Dichter Rodolfo, der Maler Marcello, der Philosoph Colline und der Musiker Schaunard sitzen am Weihnachtsabend frierend in ihrer kalten Mansarde in Paris. Da erscheint Mimi, die Flurnachbarin, und bittet, ihre Kerze wieder anzünden zu dürfen, die der Wind ausgelöscht habe. Rodolfo verliebt sich in Mimi, sie erzählen ihre Lebensgeschichte und gestehen einander ihre Liebe. Im 2. Akt, im Quartier Latin, vor dem Café "Momus", trifft Marcello seine ehemalige Geliebte Musetta wieder, und als sie einander wieder erblicken, erwacht ihre Liebe von neuem. Zu Beginn des 3. Aktes, Rodolfo hat Mimi angeblich aus Eifersucht verlassen, erfährt Mimi lauschend, dass er sie verlassen hat, weil er weiß, dass sie unheilbar krank ist, und er sie infolge seiner Armut nicht genügend pflegen kann. Sie nimmt daraufhin wehmütig Abschied von Rodolfo. Marcello streitet sich dabei eifersüchtig mit Musetta, die ihm schließlich davonläuft. Während des 4. Aktes erscheint Musetta mit der todkranken Mimi. Alle Bemühungen um ihre Rettung sind vergeblich. Sie entschläft.
Das klassische, nicht zu opulent gestaltete Bühnenbild unterstützt auf dezente Weise die mit viel Begeisterung und Können wirkenden Schauspieler. Ein großartiges Orchester rundet dieses Opernerlebnis passend ab. Als einzig störend erwies sich eine viel zu große Anzeigetafel, über die eine deutsche Übersetzung lief. (as)