29. Jan. 2022

Bücher

Liegt es daran, dass sie liebebegeisterter als unser eins sind? Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Flirten vom Französischen „fleureter“ kommt und soviel wie „Blumen schenken“ bedeutet? Der Franzose gilt als Verführer.  Aber eigentlich geht es noch viel weiter. Nicht umsonst ist jedem das „Moulin Rouge“ bekannt. Und leugnen hilft nichts: Das Kondom wird auch Pariser genannt. Das scheint ein Indiz für den Mythos zu sein.



Herausgegeben vom trafo-Verlag ist „Vive l´amour“ eine Ansammlung von Ergebnissen und Erforschungen, die die Geschichte der Liebe, vom French Kiss bis zum Orgasmus und zu weiteren Höhepunkten verfolgt. Dem Leser wird ein lustig-lustvoller Panoramablick auf alle möglichen Aspekte geboten. In einem freizügigen Stil erforscht Autorin Jacqueline Cornille Sword Sprache, Kultur und Literatur. Und nicht zu vergessen: Das Chanson, das mit der Komposition aus romantischer Melodie und gar anzüglichen Texten die Herzen der Damen eroberte und erobert. Beim Lesen passt deshalb diese Hintergrundmusik, um sich auf den inhalt einzustimmen.



Mehrere Vokabeln sollten wohl bald in den allgemeinen Wortschatz aufgenommen werden. So flüstert man bald auch in nicht-französischen Schlafzimmern: „Baise m´encor, rebaise-moi et baise.“ Dies heißt  „Küss mich wieder- küss mich weiter- küss mich mehr“ und ist ein Vers aus einem der vielen kleinen Gedichte, die neben Karikaturen von Kornelia Wigh für Lust an der Lust sorgen. Vive l´amour. Es lebe die Liebe.


(SMC)