14. Jul. 2024

Bücher

Im Jahr 2017 warf Autor Philipp Riederle mit seinem Buch „Wie wir arbeiten und was wir fordern“ einen bis heute aktuellen Blick auf die Erwartungen der digitalen Generation an das Arbeitsleben. Lange Jahre vor den heutigen Diskussionen über Genration Z und die Babyboomer formulierte er, was jungen Menschen im Berufsleben wichtig ist und an welche Grenzen sie im Alltag der Unternehmen stoßen. Sieben Jahre später hat sich trotz dieses Weckrufs an alle Unternehmen, die über Fachkräftemangel und fehlende Innovation klagten, an vielen Stellen nicht viel geändert. Greift man heute noch einmal zu Riederles Buch, kann mangelndes Wissen über die Problematik keine Ausrede sein – wer heute immer noch die gleichen alten Denkmuster verwendet, die der Autor schon damals kritisierte, muss sich nicht über Null-Wachstum und frustrierte Mitarbeiter wundern. Doch, da bis heute viele Arbeitgeber die Wünsche der digitalen Generation mit Füßen treten, kann das auch eine Chance sein. Noch ist es nicht zu spät, zum Buch „Wie wir arbeiten und was wir fordern“ zu greifen und damit die Basis für einen Kulturwandel im eigenen Unternehmen zu legen.

Das Buch ist Chef-Lektüre – denn nur, wenn Unternehmensinhaber und Führungskräfte die passenden Rahmenbedingungen schaffen, können junge, kreative und leistungsbereite Menschen dort ihr Potential entwickeln und nutzen. Dabei geht es nicht nur um Fragen der Hierarchie, um den Einsatz aktueller IT-Tools, sondern auch um den Umgang mit Wertschätzung und Motivation. Riederle bleibt dabei nicht bei der Philosophie, sondern gibt ganz praktische Tipps vom Onboarding über die neue Rolle der den Mitarbeitern Vorgesetzen. Das Buch (ISBN 978-3-4262-7729-4) ist zum Preis von 16,99 Euro bei Droemer erschienen. Wahrscheinlich ist der Autor heute nicht mehr Deutschlands jüngster Unternehmensberater – aber seine Ideen und Konzepte, die nach sieben Jahren immer noch relevant sind – zeigen, dass es sich lohnt ihm zuzuhören.

(SMC)