13. Nov. 2019

Digitales

Beim Auspacken des Gerätes ist man zunächst positiv überrascht. Das Gerät hat ein solides und hochwertiges Gehäuse und es damit mit deutlich teureren Geräten aufnehmen. Das Gewicht des Geräts liegt bei rund 1,5 kg. Es ist gut gepolstert verpackt. Neben dem Gerät selbst ist ein Netzteil dabei. Das verfügt über einen herstellerspezifischen Anschluss – und nicht über einen standardisierten, was schön wäre, um das Kabel leichter austauschen zu können. Die zweite Überraschung bietet die Tastatur – diese hat kein deutsches Layout. Dafür werden Aufkleber mitgeliefert, um die Tasten an die gewohnte Aufteilung der Zeichen anzupassen. Da die Tastatur beleuchtet ist, leuchten die beklebten Tasten nach dem Überkleben aber nicht mehr so deutlich. Austauschtasten oder eine Anpassung vor der Auslieferung wären also vorteilhaft. Die Installation von Windows mit dem bekannten Assistenten geht dafür schnell und reibungslos.

Unter der Haube des Geräts mit hochauflösenden 39,6 cm (15,6 Zoll) 4K-Display wird es spannend. Der Hauptspeicher von 8 GB ist genau wie die Festplatte von 256 GB hinreichend dimensioniert und für die meisten Anwendungen im Büro oder zu Hause vollkommen ausreichend. Ein Erweiterungsschacht bietet die Möglichkeit, eine zusätzliche M.2-SSD einzubauen. Genau anschauen muss man sich hingegen den Prozessor. Von i7, i5 oder i3 ist hier nicht die Rede – verbaut ist ein Intel Apollo Prozessor mit überschaubarer Leistung. Wer lediglich im Internet surft, ein paar Briefe mit Word schreibt oder vergleichbaren Aufgaben nachgeht, muss sich keine Gedanken machen. Für schnelle Spiele, die Bearbeitung von Videos oder umfangreiche Bildbearbeitungen wird es jedoch knapp.

In der Praxis ist das Gerät sehr leise. Es gibt keinen Lüfter, sondern nur eine passive Kühlung. Das bedeutet allerdings auch, dass sich das Gerät mit der Zeit im linken Teil des Gehäuses deutlich erwärmt. Wer einen Film auf der Couch gucken möchte, merkt das schneller als jemand, der den Rechner auf dem Tisch stehen hat. Kleine Gummifüße sorgen für Abstand zur Tischplatte und verbessern die Kühlung. Der Rechner verfügt über USB 2.0- und USB 3.0-Buchse, Kopfhörer- und Mini-HDMI-Anschluss und über einen eingebauten Kartenleser für Micro-SD-Karten. Dieser ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. In unserem Testgerät war er so eingebaut, dass man die Karte genauso in den Kartenschacht wie zwischen Schacht und Gehäuse schieben konnte. Die Entnehme der Karte gestaltet sich schwierig, da sie ganz im Gerät verschwindet. Die Tastatur ist mit den genannten Einschränkungen bei der Beleuchtung gut gelungen und eignet sich auch für längere Texte. Es bleibt zu hoffen, dass die Tasten auch langfristig die nötige Stabilität behalten.

Wer einen günstigen und leichten Computer für einfache Anwendungen sucht, macht mit dem Chuwi LapBook Plus nichts falsch. Das Gerät kommt auch als Zweitgerät für Reisen in Frage und schont das Budget. Der Akku soll laut Hersteller eine Kapazität von 36,5 Wh haben und bis zu neun Stunden halten. Diese Laufzeit haben wir nie erreicht – was bei der Displaygröße und Preis keine Überraschung ist.

(SMC)