25. Jun. 2022

Digitales

Nach dem Start der Software legt man zunächst eine Datenbank mit den Bildern an, aus denen das Mosaik zusammengesetzt werden soll. Dabei kann man gleichzeitig mehrere Datenbanken anlegen und zu für verschiedene Anlässe oder Projekte jeweils einen geeigneten Fotostamm vorhalten. Die Bilder werden von der Software in Bezug auf die Größe deutlich reduziert und stehen so für die schnelle Weiterverarbeitung zur Verfügung. Wer möchte, kann sich die Bilder in einer der Datenbanken einzeln anschauen und dabei auch prüfen, ob Hoch- und Querformat richtig erkannt wurden. Dabei greift das Programm auf die ggf. in den Bilddateien enthaltenen Informationen zurück. Besonders gut werden die Ergebnisse, wenn man möglichst vielfältige Bilder in Bezug auf die Farben und auch die Helligkeit. Das ist gerade dann wichtig, wenn das Zielbild in Farbe und nicht nur in schwarz-weiß ist.


Dann geht es daran, das Mosaikbild zu erstellen. Im ersten Schritt entscheidet man sich zwischen einem klassischen Kachelmuster aus Bildern einer Ausrichtung, einem Parkett-Muster aus Kacheln im Quer- und Hochformat, einer zufälligen „Chaos Style“-Anordnung oder einem Mosaikbild mit verschieden großen Kacheln. Dann wählt man das Foto, das in ein Mosaik verwandelt werden soll und den Ort, an dem das Mosaik gespeichert werden soll. Im nächsten Schritt wählt man die Größe des Mosaiks. Leider steht dafür nur eine lange Liste an Standardformaten von DIN-A8 (5,2 x 7,4cm) bis 2m x 1,5m zur Verfügung. Besser wäre eine zusätzliche Möglichkeit eigene Größen und Formate frei zu definieren. Aktuell ist dies nur händisch in XML möglich. Zudem wählt man die Auflösung, die in PPI angezeigt wird. Das schafft Potential, das Bild später auch in groß ausdrucken zu lassen. Die wohl wichtigste Entscheidung ist die Zahl der Kacheln. Je mehr Kacheln, umso schärfer wird das Bild. Um zu schauen, was gefällt und sowohl für ein gutes Gesamtbild als auch für erkennbare Kacheln sorgt, muss man etwas experimentieren. Das Programm macht an dieser Stelle keine Vorschläge. Das gilt auch für die maximale Zahl der Wiederholungen einer einzelnen Kachel, die farblich besonders gut in das Motiv passt. Ist man hier zu großzügig, wird das Bild zu einheitlich. Ist man zurückhaltend, kann es passieren, dass für manche Kacheln gar kein Bild gefunden wird und diese leer bleiben. Mit einem Haken kann man dafür sorgen, dass jedes einzelne Bild zwingend mindestens einmal verwendet wird. Das ist wichtig, damit bei Fotoaktionen jeder Beteiligte mindestens einmal abgebildet wird. Auf Wunsch kann das Mosaik mit dem Originalbild überblendet werden, was die Erkennbarkeit steigert. Dabei sollte man den Prozentwert nicht zu hoch setzen, um den Effekt zu erhalten.


Mit einer kostenfreien Standard-Version und einer besser ausgestatteten Premium-Version zum Preis von 29,90 Euro erfüllt das Programm viele Wünsche. Privatanwender können mit wenigen Klicks tolle Ergebnisse erzielen. Für Profis fehlen Funktionen wie die Definition eigener Größen oder die Vorgabe von optimalen Werten durch das System. (SMC)