22. Jan. 2026

Digitales

Die Fahrt von München nach Bad Reichenhall führt quer durch Deutschland. Und sie führt nicht ins Ausland. Da ist sich die Deutsche Bahn ganz sicher. Wer darauf vertraut und auf der Strecke zum Mobiltelefon greift, kann jedoch eine Überraschung erleben. Telefoniert man zum Beispiel mit einer SIM-Karte von DeutschlandSIM mit den Standardeinstellungen, so bricht das Gespräch in einigen Fällen auf den letzten Kilometern ab. Wählt man dann erneut, ohne ganz genau ins Display zu schauen, übersieht man, dass das Smartphone sich mittels Roaming in ein österreichisches Netz eingewählt hat, obwohl man sich in Deutschland befindet. Beim Telefonat merkt man das nicht, doch wenn später die Rechnung kommt, ist der Anruf nicht Teil der bereits bezahlten Flatrate, sondern eine einzeln berechnete Roaming-Verbindung.


Wer sich nun an den Kundenservice von DeutschlandSIM wendet, kann die nächste Überraschung erleben. Denn wer geglaubt hat, dass man sich für die fehlende Netzabdeckung in Deutschland entschuldigt und die Roaminggebühren erstattet, ist im Irrtum. In unserem Fall gab der Kundenservice Tipps, wie man sein Handy umstellen kann, damit dies sich nicht in ausländische Netze einwählt. Zudem bot man an, so oft wie gewünscht eine kostenfreie Roaming-Sperre einzurichten und wieder zu löschen. Was nach einer komplizierten aber immerhin konstruktiven Lösung aussah, entpuppte sich schnell als Irrtum des Servicemitarbeiters. Lediglich einmal könne man die Sperre einrichten, alles andere sei kostenpflichtig teilte der Kundenservice mit. Ob es sich dabei um dieselbe oder unterschiedliche Personen handelte, blieb offen, denn keine der Nachrichten war mit einem Namen oder auch nur einem Pseudonym oder einer Personalnummer gekennzeichnet. Und wie sollte es anders sein, auch von dem durch die falsche Auskunft entstandenen Zeitaufwand für die Ausarbeitung des Plans für die Roamingsperre wollte sich das zur Etelon AG gehörende Unternehmen nichts annehmen. Das Risiko falsch informierter Mitarbeiter liegt bei DeutschlandSIM wohl beim Kunden.


Wer glaubt bei Unzufriedenheit die Möglichkeit zu haben, die Entscheidung des anonymen Servicemitarbeiters von einem Vorgesetzten prüfen lassen zu können, ist ebenfalls an der falschen Adresse. „Weiter hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, in schwierigen Fällen die Hilfe des Vorgesetzten einzuholen. Der Mitarbeiter wird jedoch im Regelfall keine Auskunft darüber erteilen, ob ihn sein Vorgesetzter bei der Lösungsfindung unterstützt hat“, teilte Sina Artizada, Leiterin Brandmanagement & Unternehmenskommunikation, dazu mit. Sie rät: „Sollte ein Kunde nicht zufrieden mit der Bearbeitung sein, hilft es zumeist, den Service erneut zu kontaktieren.“ Wer die Gebühren für die Mitnahme der Nummer nicht scheut, kann den Vertrag auch kündigen und zu einem Anbieter wechseln, bei dem der Kundenservice anders ausgestaltet ist. Dazu rät Sina Artizada natürlich nicht, die betont, dass ihr Unternehmen wünscht, dass der Kundenservice im schriftlichen Verkehr als Team auftritt. Bei DeutschlandSIM ist wirklich „Alles drin“. (SMC)