25. Jun. 2022

Digitales

Die Vorteile einer SSD liegen auf der Hand. Da sie aus Flashspeichern aufgebaut ist, kommt sie anders als die Festplatten ohne mechanische Teile aus. Das reduziert nicht nur den Geräuschpegel, sondern macht die Speicher auch robuster. Hinzu kommt der geringere Energieverbrauch, der SSDs gerade im Notebook interessant macht. Bei der Geschwindigkeit ist die SSD zumindest beim Lesen von Daten klar im Vorteil mit einer Geschwindigkeit von bis zu 550 MB/s. Beim Schreiben von Daten spricht der Hersteller von bis zu 500 MB/s. Für unseren Praxistest haben wir eine 60 GB SSD (SATA III SSD Ultimate Performance) des taiwanesischen Anbieters Silicon Power in ein in die Jahre gekommenes Notebook eingebaut, das gerade noch die Spezifikationen für Windows 8 erfüllt.


Einbauen kann man die SSD entweder statt der Festplatte, muss dann aber das System komplett neu installieren, oder man steckt die SSD in einem zweiten Festplatten-Slot. Manche Geräte geben zudem die Möglichkeit, auf ein DVD-Laufwerk zu verzichten und – so bei Lenovo – mit einem preisgünstigen Ultra Bay Adapter Platz für die SSD zu schaffen. Mit einem schnellen Handgriff wird dazu das DVD-Laufwerk aus dem Gerät genommen. Dann steckt man die SSD in den Adapter und steckt diesen anstelle des alten Laufwerks in den frei gewordenen Slot. Dabei muss man darauf achten, dass die SSD richtig im Adapter steckt und dieser richtig im Laufwerksschacht. In diesem Fall kommt man bei der Installation ganz ohne Hardware aus.


Etwas aufwändiger ist die Einrichtung in Windows. Der hier beschriebene Weg hat bei uns schnell zum Erfolg geführt, wird aber nur als Beispiel erwähnt und ohne jegliche Garantie für Wirksamkeit und evtl. Folgeschäden. Soweit die SSD nicht automatisch auf dem Arbeitsplatz als Laufwerk angezeigt wird, ruft man über die Suche unter Einstellungen „Festplattenpartitionen erstellen und verwalten“ auf. Dort erscheint ein Fenster „Datenträgerinitialisierung“. Bestätigt man die Auswahl erscheint in der Liste der Datenträger ein neues Laufwerk – allerdings ist der Speicher „nicht zugeordnet“. Klickt man mit der rechten Taste auf den angegebenen Speicher, öffnet sich das Kontextmenü. Dort wählt man „Neues einfaches Volumen“ und wird dann durch einen Assistenten geführt. In dem kann man nicht nur festlegen, ob der neue Speicher komplett in einer Partition landet oder in mehreren, man kann auch den Laufwerksbuchstaben vergeben und der SSD einen Namen geben. Nach kürzester Zeit wird die nur rund 70 Gramm leichte SSD dann auch auf dem Arbeitsplatz angezeigt und kann wie zuvor die Festplatte ganz normal mit Daten bespielt werden. Dabei haben wir festgestellt, dass von ursprünglich 60 GB nur 55,8 GB nutzbarer Speicher übrig blieben – doch auch damit kommt das Notebook wieder richtig in Schwung, wenn man einen Teil der Daten von der Festplatte verschiebt und Windows so wieder ohne Einschränkungen arbeiten kann. Zudem bleibt noch reichlich Platz für Daten, die man sonst nicht mitnehmen und bestimmt schon einmal dringend gebraucht hat. (SMC)