25. Jun. 2022

Digitales

Wer das Yoga Tablet auspackt kann nach dem ersten Laden gleich mit dem Gerät arbeiten. Das 610 Gramm schwere Gerät liegt gut in der Hand, sodass das Gewicht kaum belastet. Während das Gerät im silbernen Alugehäuse nur wenige Millimeter dünn ist sitzt an seinem unteren Rand ein stabiler Klappstandfuß. An diesem hat man das Tablet gut im Griff und kann es – zum Beispiel um sich einen Film anzuschauen – auch stabil aufstellen. In einem überschaubaren Bereich kann man den Neigungswinkel frei bestimmen, sodass man das Display stets aus dem optimalen Winkel sieht. Vor dem ersten Gebrauch muss man einige Stunden investieren, denn die Ladezeit des mit 9000 mAh gut gewählten Akkus liegt bei einigen Stunden. Bis der Akku randvoll war, brauchten wir gut fünf Stunden. Dafür bietet der Akku eine lange Betriebszeit und leert sich auch bei Nicht-Benutzung nur sehr langsam. Das hilft, wenn man unterwegs ist und das Netzteil nicht mitnehmen möchte oder keine Steckdose in Reichweite hat.


Mit einem eingebauten Speicher von 16 GB, von dem bei unserem Test 12,87 GB angezeigt wurden, ist das Lenovo Yoga Tablet 10 für viele Herausforderungen gerüstet. So lassen sich nicht nur alle wesentlichen Apps installieren, sondern auch umfangreiche Daten mitnehmen. Wer mit dem Speicher nicht hinkommt, kann eine handelsübliche Mikro-SD-Karte einlegen und so den Speicher nach Wunsch ausbauen. Das kann helfen, wenn man umfangreiche Foto-, Video- oder Dokumentensammlungen mitnehmen möchte. Angezeigt werden diese auf dem 10,1 Zoll Display in einer Auflösung von 1200 x 800. Das ist kein Full-HD, aber für die meisten professionellen Anwendungen vollkommen ausreichend. Bei unserem Test bot das Display ein helles und kontrastreiches Bild. Wer mit der Installation von Apps nicht übertreibt und nicht sämtliche Anwendungen zur gleichen Zeit laufen lassen möchte, sollte auch mit dem 1,2 GHz Prozessor hinkommen. Um gelegentlich ein Foto zu machen oder über Skype an einer Telefonkonferenz teilzunehmen, sind die beiden eingebauten Kameras geeignet. Zwar können diese keine hochwertigen DSLR-Kameras ersetzen, doch zur Dokumentation von Sachverhalten und für Schnappschüsse reicht die Auflösung.


Für die meisten Alltagssituationen ist das Yoga Tablet 10 eine gute Wahl. Durch die lange Laufzeit und die solide Ausstattung kann man mit dem Gerät nicht viel falsch machen. Wer lange Texte eingeben möchte, sollte vorher ausprobieren, ob ihm die digitale Tastatur des Geräts liegt. Die Erfahrung zeigt, dass die Schreibgewohnheiten unterschiedlich sind und jeder Anwender mit anderen Geräten am besten arbeitet. Viele Nutzer wünschen sich neben der virtuellen Tastatur auf dem Touchscreen eine echte Tastatur mit spürbarem Anschlag. Auch diese ist zu dem Yoga Tablet 10 erhältlich. Auch hier gilt, die Tastatur sollte unbedingt ausprobiert werden, damit man später gut damit arbeiten kann. Wer nur in den eigenen vier Wänden mit dem Tablet arbeiten möchte, ist mit der W-LAN-Version gut ausgestattet. Alle anderen sollten sich unbedingt für die 3G-Version entscheiden. Diese bietet Platz für eine handelsübliche SIM-Karte und kann über diese jederzeit eine Verbindung zum Internet aufbauen. Wer an dieser Stelle spart wird sich spätestens dann ärgern, wenn er das erste Mal in einem Hotel ohne W-LAN eincheckt oder unterwegs eine wichtige Information fehlt. In Zeiten günstiger Datenflats sind Geräte ohne diese Option in Zukunft nur noch schwer verkäuflich. (SMC)