11. Dez. 2018

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Wer sich auf den Weg zum Freizeitpark Fort Fun macht, kommt durch eine Urlaubslandschaft wie aus dem Bilderbuch. Doch statt Pause zu machen und durch die Wälder zu wandern, kleine Orte zu entdecken und sich von der Natur verzaubern zu lassen, führt der Weg weiter in die kleine Ortschaft Wasserfall. In der liegt – gut erreichbar mit dem Auto und schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln – der Freizeitpark Fort Fun. Wie in die Landschaft hineingewachsen ist das Abenteuerland, sodass man auf dem Weg zwischen den einzelnen Attraktionen keine Landschaft aus der Retorte, sondern ein natürliches Tal durchwandert. Ein guter Einstieg in das Vergnügen ist die Wasserbahn gleich am Eingang. Auf dem Weg zur Attraktion kommt man an echten Lamas vorbei, die gut in die Kulissen dieser Attraktion passen. Das Vergnügen in den sich drehenden Booten dauert einige Minuten und man wird gar nicht so nass, wie man bei „Wasserbahn“ vermuten könnte. Deutlich nasser wird es erst bei der zweiten Wasserbahn. In an Holzstämme erinnernde Boote wird man zunächst ein Stück hinaufgezogen und schwimmt dann mit dem Strom. Dabei kommt man durch einen schön gestalteten Tunnel und schießt schließlich nach einer weiteren Bergfahrt hinab. Ein erfrischender Schwung Wasser ist dabei zumindest für die Person ganz vorne im Boot garantiert.


Der Park bietet Attraktionen für ganz unterschiedliche Zielgruppen. Wer es klassische mag, kann im Riesenrad hoch über dem Park schweben. Man kann im Kettenkarussell einige Runden drehen – mit Kindern sogar im Doppelsitz. Ein Klassiker ist auch die Marienkäferbahn. Diese kleine Achterbahn führt durch ein Stück Wald, sodass es spannend bleibt, wie es hinter der nächsten Kurve weitergeht. Da die Bahn auf Überschläge verzichtet, ist sie auch für Einsteiger gut geeignet. Noch sanfter sind nur die Fahrten mit Treckern und Oldtimern auf vorgegebenen Strecken. Diese machen selbst den kleinsten Kindern Freude – und eignen sich auch für Parkbesucher, die sonst kein Interesse an Attraktionen haben.

Besonders Highlight des Fort Funs war und ist die Bobbahn. Diese zieht die Besucher auf mit der Schiene verbundenen Schlitten den Berg hinauf. Dann geht es ins Tal. Lenken muss man nicht, doch über zwei Hebel links und rechts vom Sitz kann man die Geschwindigkeit bestimmen. So hat man die Kontrolle über die Abfahrt – und trotzdem die Sicherheit nie aus der Spur zu fliegen. Aufpassen muss man nur auf die Person vor einem. Wenn diese viel bremst wird die Abfahrt langsam und gemütlich. Hat man genug Platz, kann man den Schlitten richtig auf Tempo bringen und sich über Brücken, durch Kurven und steile Abfahren tragen lassen. Neu eingeführt hat man eine Überholspur – aber leider nur in der Warteschlange. Für zwei Euro führt der Weg direkt zum Startpunkt, sodass man in der gleichen Zeit mehr erleben kann.

Während die meisten Attraktionen im Park im Eintrittspreis enthalten sind, kosten einige wenige extra. Das gilt zum Bespiel für den Wild Eagle. Bis zu vier Gäste können in speziellen Anzügen gesichert unter die Flügel des Wild Eagles geschnallt werden. Dann beginnt das Abenteuer für mutige und schwindelfreie Besucher. Langsam wird der Gleiter an einem Seil auf die andre Seite des Tals gezogen. Mit dem Blick nach unten hängen die Gäste mehrere Meter über dem Boden und hören das Adrenalin durch ihren Körper rauschen. Am Ende der Strecke wird der Wild Eagle ausgeklinkt – und rast mit hoher Geschwindigkeit am Seil entlang zurück zur Talstation. Fliegen wie ein Vogel – es muss sich so ähnlich anfühlen. Bezahlen muss man auch für Bullenreiten und für das Kindervergnügen Goldwaschen.

Wer noch nicht genug Adrenalin getankt hat, kann das nachholen. Die Achterbahn Speed Snake sorgt mit mehreren schnellen Drehungen und Überschlägen für Action. Wild geht es auch im Dunklen beim Dark Raver zur Sache. Wer in der Nähe des Parks wohnt, für den lohnt sich die Basic-Jahreskarte zum Preis von 55 Euro. Ein Tagesticket kostet 28 Euro.

(kk)