29. Jan. 2022

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1983 leitete Jutta Schuhn ihren ersten Fitnesskurs. Damals ging es bei den Kursen noch darum, die fast ausschließlich weiblichen Kursteilnehmer während des Workouts möglichst schnell müde zu machen. Fünf Jahre später drehte sich der Trend und die Gesundheit rückte in den Mittelpunkt. Seit 25 Jahren engagiert sich Jutta Schuhn in der Trainierausbildung. Aufgrund ihrer Erfahrung und der viele Kontakte wurde die 51jährige als Reebok Master-Trainerin engagiert. In dieser Rolle ist die Diplom-Sportwissenschaftlerin und Tanztherapeutin nicht nur bei den Fitness Remixen vor Ort, sondern re-präsentiert die Marke auch an anderer Stelle. Im direkten Dialog mit den Trainern ist sie zudem als Trendscout für das Unternehmen aus Herzogenaurach aktiv.


„Die Kursteilnehmer von heute hinterfragen viel mehr, was sie tun“, erklärt Jutta Schuhn. Sie hat festgestellt, dass nicht nur die Qualifikation der Trainer, sondern auch die Übungen und ihre Wirkung zum Gesprächsthema geworden sind. Das ist gut, denn statt müde zu machen sollen die Übungen heute helfen, den eigenen Alltag besser und zufriedener bewältigen zu können. Dabei gilt es Spaß zu haben und zugleich die Gesundheit zu schonen. „Manche Geräte wurden bereits zum zehnten Mal neu erfunden“, wundert sich Schuhn und schmunzelt über die Begeisterung für aus ihrer Sicht riskante Minitrampoline. Diese seien schlecht für die Gelenke und unfallgefährlich. Sie rät zwei- bis dreimal die Woche 30 Minuten Sport zu machen – und dabei auf die im Haus vorhandenen Dinge zurückzugreifen. Alternativ könne man auch jeden Tag 10 Minuten unterschiedliche Muskelgruppen trainieren.


Beim Fitness Remix in Köln boten die Trainer drei einstündige Workouts an. Nach dem Zufallsprinzip wechselten bei den Kursen Dance, Yoga, Aerobic und Functional Training im 15-Minuten-Takt. Mit dabei waren nicht nur durchtrainierte Sportler, sondern auch Teilnehmer, die den Sport gerade erst für sich entdeckten. Ganz nach der eigenen Form konnte man die Übungen maximal ausdehnen oder es etwas zurückhaltender angehen lassen. Entdecken und Ausprobieren waren die Botschaften der Veranstalter, die die Chance nutzten, Begeisterung am Sport zu wecken. Eine Lounge zum Ausruhen, DJ und Tanzshow für die Pausen und eine gerade bei Frühlingswetter schöne Location rundeten das Konzept des Reebok Fitness Remix ab.


Vor dem Eingang präsentierten Partnerunternehmen ihre Angebote. So konnte man mehr über den Megatrend Functional Training erfahren oder sich über Online-Fitness-Angebote informieren. Doch für den Anfang empfiehlt Jutta Schuhn das Live-Training, da bei DVD- und Webkursen die unmittelbare Rückmeldung eines qualifizierten Trainers zu falschen Bewegungen fehlt. Ein anderer Trend sei Zumba. Hier gehe es um das Bewegen mit Spaß zu einfachen Choreografien. Wichtig sei zudem, den Schuh auf den Sport abzustimmen. Denn Turnschuh sei keinesfalls gleich Turnschuh. Nicht nur das Design sei wichtig, sondern auch die Funktionalität. So könne die Sohle für eine Dämpfung beim Springen sorgen. Eine Verdickung am Rand der Sohle gebe Halt. Ein Drehpunkt vorne erleichtere manche Bewegung. Wie sich das in die Tat umsetzen lässt konnten die Teilnehmer des Remixes vor Ort erleben. Gegen Pfand konnten sie verschiedene Turnschuhe ausleihen und während der Veranstaltung ausprobieren. Wer neben dem Fitnesserlebnis auch die eigene Linie im Auge hat, sollte auf die Gefahr achten, die darin liegt sich nach dem Sport mit Kalorien oder Alkohol zu belohnen. (SMC)