17. Mai. 2022

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Zu Beginn des Abends verblüffte Aaron seine Gäste mit einem Kartentrick und einer kleinen Rechenaufgabe. Bei der wählten Gäste willkürlich Zahlen und Aaron präsentierte dem staunenden Publikum später den Beweis, dass er das Ergebnis der Rechnung mit allen vier Grundrechenarten vorausgesehen hatte. Dann begann die eigentliche Show. Mehr als 30 Freiwillige stürmten aus dem Zuschauerraum auf die Bühne. Mit einem kurzen Test, wer am schnellsten und tiefsten in Trance geht, entschied sich Aaron für die Kandidaten für seine Show in der ersten Hälfte des Abends. Dazu bat er die Freiwilligen, die Augen zu schließen und sich auf seine Worte zu konzentrieren. In Sekundenschnelle zeigte der Test, wer besonders empfänglich für Suggestionen ist und wer auf das von Aaron vermittelte Bild von 1.000 Heliumballons und einem mit schweren Dingen gefüllten Eimer kaum oder gar nicht reagierte. Die verbliebenen Kandidaten forderte Aaron auf, die Hände zu falten und sich vorzustellen, mit diesen eine große Walnuss zu zerdrücken. Anschließend ging es Blitzschnell. Mit einem kurzen Handgriff, wenigen Worten und im Extremfall mit einem Blick schickte Aaron die Freiwilligen ins Reich des Unterbewusstseins. Mit Worten führte er sie anschließend eine Rolltreppe hinunter „immer tiefer“ und begann dann mit der eigentlichen Show.


Zu Beginn versetzte Aaron die Hypnotisanden mit der Kraft seiner Worte in einen bequemen Fernsehsessel, um ihnen dort einen lustigen Film zu zeigen und zu einem bequemen Fernsehabend einzuladen. Anschließend ließ er es für die Freiwilligen auf der Bühne erst ganz warm und dann ganz kalt werden. Amüsant für das Publikum waren dabei die Reaktionen der vermeintlich in die Wüste oder die Arktis versetzten Gäste. Gleich danach lud Aaron drei seiner männlichen Freiwilligen ein, eine skurrile Version von Herzblatt zu spielen. Zuvor suggerierte er ihnen, dass sie alles tun und sagen werden, damit sie nicht zum Sieger der Show werden. Eindrucksvoll war auch der anschließende Laser-Schwertkampf in Star Wars Kostümen, zu dem Aaron zwei Freiwillige brachte. Angesprochen, was diese gerade täten, konnten die beiden sich selbst nicht erklären, was passiert war, doch Sekunden später begann der Schwertkampf von neuem.


Nach der Pause hatte neue Freiwillige Gelegenheit, auf die Bühne zu kommen. Diesmal gelang es Aaron noch schneller, die besten Kandidaten aus der Gruppe zu identifizieren und diese in Trance zu versetzen. Mit Worten lies er die Hände der Freiwilligen zusammenwachsen und gab diesen mit dem Herabsinken der Arme den Impuls in Hypnose zu gehen. Statt einem ausgefeilten Einführungstext wiederholte Aaron einfach zehnmal den gleichen Satz und war zur Begeisterung des Publikums dennoch erfolgreich. Anschließend suggerierte Aaron den Freiwilligen, Orchestermusiker zu sein, die ihr Instrument voller Inbrunst spielen. In Sekundenbruchteilen verwandelten die Showbesucher sich in Trompeter, Geiger, Trommler und Flötenspieler.


Highlight des Abends war für die meisten Gäste die darauf folgende Suggestion. Bei dieser sorgte Aaron dafür, dass die Freiwilligen immer bei Nennung eines Signalwortes der Ansicht waren, dass ihr Sitznachbar außergewöhnlich gut riecht. Und in der Tat: Kaum war das Wort ausgesprochen begannen die Gäste auf der Bühne sich sehr für ihre Nachbarn zu interessieren. Gut, dass Aaron auch ein Wort mit umgekehrter Wirkung eingebaut hatte, und so dafür sorgen konnte, dass die Show jugendfrei blieb. Spannend zu sehen waren auch die Reaktionen der Freiwilligen als Aaron diesen suggerierte er wäre nur von vorne bekleidet. Eine besonders rücksichtsvolle Besucherin brauchte ihm sogar ein Tuch, um seine Rückseite zu verhüllen. Minuten später wurde eine Freiwillige zur Lachpolizei ernannt, um dem Publikum mit einem Megafon das Lachen zu verbieten. Eine andere Freiwillige glaubte, sie hätte den Bühnenboden frisch gewischt und musste mit ansehen wie Aaron immer wieder über diesen lief. Einprägsam war auch die Suggestion für die ganze Gruppe, in der zweiten Klasse zu sitzen und dem Lehrer Grimassen zu schneiden. Nach einer Reihe weiterer Suggestionen, bei denen sich ein Bobby-Car in einem Sportwagen und eine Arzthelferin in Sängerin Madonna verwandelte, verabschiedete Aaron sein begeistertes Publikum nach über zwei Stunden. Viele werden wohl wiederkommen, wenn Aaron am 28. Mai erneut im Bochumer et cetera Varieté zu sehen ist. (SMC)