17. Sep. 2019

Filme

Das Chaos spielt eine große Rolle im Leben von Felix Vorndran und seinem Vater. Da beide der Mutter die Karriere in den USA nicht verbauen möchten, spielen sie ihr vor, dass sie den Alltag im Griff haben. Doch schon wieder ist Felix von einer Schule geflogen, sodass sein Traum eines Tages Pilot zu werden, in weite Ferne gerückt ist. Eine letzte Chance soll die Otto Leonhard Schule sein. Die Erziehungsanstalt in einem unheimlichen Gebäude hat sich alten Prinzipien und Regeln verschrieben. Eine davon ist, jedem die Chance zu geben, die Schule zu besuchen und erst nach einer Probezeit von drei Monaten zu entscheiden, wie es weitergeht. Davon profitiert nun auch Felix, der an keiner anderen Schule mehr angenommen wird.


Doch schon am ersten Tag geht alles schief. Felix hat verschlafen und kommt mit seinem Vater viel zu spät in das alte Gemäuer. Auf der Suche nach der Schulleiterin stoßen die beiden nicht nur auf den seltsamen Hausmeister, sondern auch auf mysteriöse Räume. Die Begegnung mit Schulleiterin Dr. Schmitt-Gössenheim verläuft entsprechend kühl. Auch im Klassenzimmer hat Felix keine Sternstunde. An der Tafel stellt ihn die Lehrerin mit seiner Unkenntnis bloß. Doch nicht nur das: Felix muss sich entscheiden zwischen einer Freundschaft zu seiner ruhigen und netten Sitznachbarin oder zu den Rüpeln aus der Bank dahinter. Diese verlangen ihm mehrere Mutproben ab. Schon die erste hat es in sich. Felix soll in das alte Lehrerzimmer der Schule einbrechen. Das gelingt, doch beim Einbruch wird Felix von der Schulleiterin erwischt. Als diese ihm den Schulverweis androht, beginnt plötzlich eine Kugel durch eine historische Schale zu rollen, Flammen flackern auf und ein Blitz verwandelt die Schulleiterin in eine Miniaturausgabe ihrer selbst.


Das bemerkt Felix erst am nächsten Tag, als die Mini-Schulleiterin aus seinem Rucksack krabbelt und von ihm verlangt, ihr zu helfen die Schule zu retten und sie wieder groß zu machen. Doch zunächst hat Felix ganz andere Sorgen. Er muss die Mathearbeit überstehen. Als lebendigen Spickzettel steckt der die Schulleiterin dafür in sein Federmäppchen. Doch das fällt nicht nur Sitznachbarin Ella auf, sondern auch den Rüpeln. Kurz darauf erfährt Felix, dass die Schule geschlossen wird, wenn es nach dem Schulrat geht. Um seine eigene Zukunft zu retten, braucht er also das Wohlwollen der Schulleiterin. Doch wenn man nur 15 Zentimeter groß ist, ist der Einfluss beschränkt und das Leben voller Gefahren. Nicht nur Katzen werden zu tödlichen Raubtieren, sondern auch Kinderhände. In die Gerät Dr. Schmitt-Gössenwein kurz darauf, als die rüpelhaften Jungs sie entführen und sich an ihr rächen wollen. Doch da haben sie die Rechnung ohne Felix und Ella gemacht.


Die Komödie ist gerade für Kinder unterhaltsam. Die können über viele der Späße lachen und haben Freude an der vorhersehbaren Geschichte. Technisch ist es den Machern des Filmes hervorragend gelungen, die Welt der Menschen mit der Welt der Mini-Schulleiterin zu verbinden und anschaulich zu zeigen, wie gefährlich das Leben ist, wenn man klein ist. Otto in der Nebenrolle als Schulgeist bleibt bei den kurzen Gastauftritten klar hinter seinen Möglichkeiten. Gezeigt wird der Film ab 17. Dezember 2015. (SMC)