04. Dez. 2022

Filme

Wer am Landschaftspark ankommt, hört schon nach wenigen Metern die Musik. Gleich hinter dem Tauchturm ist mit viel Sand, Sitzgelegenheiten und Verkaufsständen ein waschechter Beachclub angelegt. Während ein Musiker singt und spielt, lassen die Besucher es sich gut gehen. Bier und Cocktails, aber auch Flammkuchen, Pizza und Pommes sind gefragt. An langen Tischen und auf den Mauern rund um die gut gefüllten Tische werden diese gerne genossen. Wer seine Karten noch nicht abgeholt hat, bekommt diese vor dem Kino – in das man aus Sicherheitsgründen nur mit überschaubar großem Gepäck und nach einer Taschenkontrolle gelangt. Das Kino selbst ist überdacht und so in die alte Industrieanlage gebaut, das man von den meisten Plätzen sehr gut sieht. An kühlen Abenden sorgen kostenfrei ausleihbare Sitzpolster für zusätzlichen Komfort.


Das Filmforum als Veranstalter setzt ganz bewusst nicht nur auf Blockbuster. Vor ausverkauftem Haus gezeigt wurde auch der Arthaus-Film „Der Wein und der Wind“. Der Film des französischen Regisseurs Cédric Klapisch erzählt von drei ganz unterschiedlichen Geschwistern, die gemeinsam einen Weinberg in Burgund erben. Bekannt ist der Regisseur durch seine Film "L'Auberge Espagnole" und "Beziehungsweise New York". Auch bei seinem neuen Film geht es um das Zwischenmenschliche. Die Zuschauer lernen die Geschwister Jean, Juliette und Jérémie kennen, die gemeinsam auf dem Weingut der Familie aufgewachsen sind. Doch seitdem haben die drei sich in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelt. Jean ist nach vielen Streitereien mit dem Vater nach Australien ausgewandert. Jeremie lebt mit seiner Frau und einem Baby bei seinen Schwiegereltern. Lediglich Juliette ist beim Vater auf dem Weingut geblieben. Die Geschwister kommen durch den im Sterben liegenden Vater nach Jahren wieder zusammen, müssen aber durch seinen Tod einige gemeinsame Entscheidungen treffen. Fast zwei Stunden lang begleiten die Zuschauer die ungleichen Geschwister bei ihren Konflikten, bei der Erinnerung an die gemeinsame Vergangenheit und bei der Frage, wie die Zukunft sein soll. Verkaufen sie das Gut? Führen sie es weiter? Und was wird aus dem Leben der anderen? Auch das erleben die Zuschauer des Open Air Kinos. Karten für die letzten Aufführungen in 2017 gibt es über die Internetseite. (SMC)