19. Mai. 2022

Filme

Als das Monster auf Conors Haus zustapft macht dieser sich vor allem Sorgen um seine Mutter. Doch im direkten Kontakt mit dem Monster erweist sich der Junge wie in der Romanvorlage von Patrick Ness als ziemlich furchtlos. Als das Monster Conor eine Geschichte erzählen möchte, lehnt dieser das ab. Er wünscht sich lediglich Hilfe bei der Rettung seiner todkranken Mutter. Während im wahren Leben eine Hoffnung nach der anderen zerplatzt, muss sich Conor mit dem Monster arrangieren und aus seinen Geschichten lernen. Die neue Medizin, die das Krankenhaus ausprobieren wollte, schlägt nicht an, Conors Vater ist aus Amerika auf Besuch, weigert sich aber den Jungen zu seiner neuen Familie mitzunehmen. Und es kommt noch schlimmer. Statt bei der liebenswerten Mutter soll der Junge künftig bei der strengen Großmutter leben.


In den Geschichten des Monsters erfährt Conor verschiedene Erkenntnisse über das Leben. Ob diese wahr sind? Ob diese nur in seinen Träumen passieren? Darüber können die Zuschauer bis zum Ende des 108 Minuten langen Filmes grübeln. Nicht nur die Erkenntnisse aus den Geschichten des Monsters haben es in sich. Schließlich zwingt es den Jungen ihm die Geschichte seines immer wiederkehrenden Alptraums zu erzählen. Und auch in dieser steckt eine tiefe Wahrheit, die nicht nur Conor Angst macht. Der Film ist eine emotionale und zum Teil traurige Gratwanderung zwischen Phantasie und Realität. Auch wenn eine Altersfreigabe FSK 6 beantragt wurde, eignet sich der Film deutlich besser für ältere Zuschauer. Er startet am 4. Mai 2017 in den deutschen Kinos. (SMC)