14. Nov. 2018

Filme

Komödie? Drama? Liebesfilm? Es ist schwer zu sagen, welchem Genre die Geschichte „Zwei im falschen Film“ am nächsten kommt. Die Ausgangssituation wirkt trist. Hans leitet einen Copyshop und nutzt das Büro als wenig heimelige Wohnung. Seine Freundin wäre gerne Schauspielerin, verdient ihr Geld aber als Synchronstimme für eine Ampel. Ähnlich spektakulär verläuft der Alltag der beiden: Abends stehen Videospiele auf dem Programm. Das altersschwache Auto ohne Rückwärtsgang verbindet die beiden Durchschnittsmenschen. Als bei einem Dinner plötzlich Lauras Ex auftaucht und Hans diesen ganz pragmatisch die Nummer der Freundin gibt, kocht das Fass über. Laura hat genug von „Heinz“ und will einen Neubeginn in der Beziehung.

Doch der geht auf absurde Weise schief. Das liegt nicht nur daran, dass die beiden Protagonisten eigentlich ganz zufrieden mit dem bisherigen waren, sondern auch an Lauras Ex und Hans neuer Praktikantin. Rund um das unromantische Paar hat die Regisseurin andere klischeehafte Personen in Szene gesetzt. Ein schwules Paar gehört genauso dazu wie Hans´ Eltern, die ihren Alltag immer weniger bewältigen können und so für absurde Situationen sorgen. Doch was darf man von der Liebe erwarten? Könnte das Glück das sein, was man schon hat? Das überlegt nicht nur die der Demenz verfallene Mutter. Krachende Trennung oder Happy End? Das erfahren Zuschauer ab 12 Jahren in knapp zwei Stunden im Film „Zwei im falschen Film“ aus dem farbfilm-Verleih.

(SMC)