30. Nov. 2021

Genuss

Kennen Sie folgendes Szenario? Sie stehen vor dem Regal, Sie sind auf der Suche nach einem guten Olivenöl und Sie wissen nicht zu welcher Flasche Sie greifen sollen?

Manuela Opromolla, Olivenöl-Liebhaberin und -Expertin, hat es sich zur Aufgabe gemacht die Menschen für die Qualität von Olivenöl zu sensibilisieren und gibt uns ihre zwei besten Tipps, wie Sie ein gutes Olivenöl finden. Manuela Opromolla ist Gründerin und Geschäftsführerin von Aulettas Gold®. Seit 2019 unterstützt sie mit dem Verkauf von Olivenöl ihre Familie und ihr Heimatdorf Auletta in Süditalien.

In Deutschland sind lediglich drei verschiedene Güteklassen zugelassen. Natives Olivenöl extra ist die höchste Güteklasse schlechthin und sollte bevorzugt gekauft werden. Weitere Bezeichnungen des Nativen Olivenöl Extra sind: Extra Virgin (engl.), Vierge Extra (franz.), Extra Vergine (ital.), Virgen Extra (span.).

Wenn Sie aber mal genau hinsehen, ist im Einzelhandel auch fast nur diese Güteklasse vertreten, das gibt doch zu denken, oder?

Viele Unwissenden gehen davon aus, dass wenn überall das gleiche draufsteht auch das gleiche drin ist und da stellt man sich berechtigt die Frage: Warum soll ich für einen Liter Olivenöl über 20,00 Euro ausgeben, wenn ich die gleiche Qualität für 5,00 Euro haben kann?

„Nicht alles was im Supermarkt steht ist schlecht, Sie werden sich nur sehr schwer tun eine sehr gute Qualität zu finden!“, so Manuela Opromolla.

Verbraucherorganisationen wie Öko-Test oder die Stiftung Warentest testen jährlich diverse Olivenöle aus Supermärkten, Discountern und Drogerien - darunter auch Bio-Öle. Manuela Opromolla sagt uns dazu: „Das Preis-Qualitäts-Verhältnis ist hier zum Großteil gerechtfertigt, denn die Bestnoten liegen lediglich bei "gut". Diese Note erhalten allerdings nur ca. ein Drittel der getesteten Öle, der Rest schneidet schlechter ab."

Die Öle werden von den Organisationen nicht nur sensorisch, also geschmacklich, getestet, sondern auch im Labor analysiert und es wurde festgestellt, dass in den Flaschen nicht immer drin ist was auch drauf steht oder, dass die Qualität der Oliven nicht so war wie sie sein sollte.

Was man bei diesen Tests zudem noch wissen sollte ist, es handelt sich hier um Momentaufnahmen, denn es werden nur einzelne Flaschen aus einer Charge getestet. Keiner kann sagen, ob die nächste Flasche den gleichen Inhalt hat. Die Lebensmittelketten haben eigene Handelsmarken mit immer den gleichen Etiketten - meistens steht auf den Etiketten kein Erntejahr und als Herkunftsland „Aus den Anbaugebieten der Europäischen Union".

Geschmacklich betrachtet werden die Olivenöle regelmäßig von Fehltönen begleitet (ranzig, buttrig, etc.), diese sind ab der zweiten Güteklasse zulässig. Lediglich ein wahres Olivenöl der höchsten Güteklasse ist frei von Fehltönen.

Was auch noch interessant ist zu wissen ist, dass ein Bio-Siegel bei Olivenöl, anders als bei Fleisch, Gemüse und Co., nur sehr wenig über die Qualität aussagt. Denn hier sind es andere Kriterien, die für die Qualität ausschlaggebend sind. Wenn diese Vorgaben eingehalten werden und die Oliven dann noch Bio sind, dann haben Sie ein Spitzenöl, aber nur dann.

„Ich durfte schon sehr oft die Erfahrung machen, dass meine Kunden eigentlich kein Olivenöl mochten, bis sie das erste Mal unser Öl gekostet hatten. Die Reaktion war immer die gleiche: „Ohhh, das schmeckt aber ganz anders als die Öle im Supermarkt!" und auf einmal mochten sie Olivenöl", so Manuela Opromolla.

Hier müssen Sie sich in Feinkostläden oder auf Märkten bei kleinen Händlern umsehen.

Ein kleiner Preis-Tipp der Expertin: Ein hochwertiges Olivenöl kann nicht unter 15,00 Euro/Liter verkauft werden, das ist rechnerisch nicht möglich - es sei denn, ein Erzeuger verkauft sein Öl direkt in Deutschland.

Olivenöl ist für Manuela Opromolla absolute Vertrauenssache und daher ihre zwei Tipps, wie sie ein gutes Olivenöl finden:

  1. Stellen Sie Fragen - Wer ein ehrliches Öl vertreibt, steht ihnen Rede und Antwort.
  2. Nutzen Sie jede Gelegenheit Olivenöl vor dem Kauf zu probieren und das am besten pur! Nur so haben Sie die Möglichkeit Fehltöne rauszuschmecken, denn auf Brot gehen diese leicht unter.

"Ein hochwertiges Olivenöl sollte immer eine ausgewogene Mischung sein aus fruchtig, bitter und scharf und es muss unbedingt im Hals kratzen.", so Manuela Opromolla.

Wenn Ihnen das erste Öl nicht schmecken sollte, versuchen sie das nächste. Es gibt so viele gute Olivenöl und wie mit allem anderen auch, ist es letztendlich eine Frage des eigenen Geschmacks. Gemeinsam mit Manuela Opromolla verlosen wir hochwertiges Ölivenöl. Wenn Sie unter Ausschluss des Rechtswegs gewinnen möchten, senden Sie die korrekte Antwort auf die Frage "An welchem Fluss liegt Auletta?" an verlosung@pressesprecher.de. 

(SMC)