29. Jan. 2022

Genuss

Die Frage nach der Herkunft der eigenen Lebensmittel beschäftigt immer mehr Menschen. Bio und regional liegen im Trend wie nie und sorgen dafür, dass auch die eigene Lebensmittelproduktion an Attraktivität gewinnt. Wer weiß, wo und wie Lebensmittel gewachsen sind, kann diese mit mehr Genuss verspeisen. Nebenbei gewinnt man durch die eigenen Kulturen zusätzliches Wissen und kann – gerade auch Kindern – zeigen, wie unsere Lebensmittel entstehen. Ein besonders interessanter Bereich für die Kultur im eigenen Haus oder Garten sind Pilze. Diese sind nicht besonders anspruchsvoll und entwickeln sich besonders interessant. Eine gute Basis für erste Pilzerfahrungen sind die Zuchtsets von Hawlik Pilzbrut, mit denen auch Anfänger ohne viel Mühe in die Welt der Pilze einsteigen können.

Weltweit gibt es tausende von Pilzarten. Doch die wenigsten davon wachsen bei uns – und gelten als schmackhafte Speisepilze. Eine gute Wahl ist der bekannte und beliebte Austernpilz. Er wächst nicht nur in der Natur, sondern kann auch im Garten oder auf dem Balkon gedeihen. Gute Ergebnisse verspricht der Hersteller überall da, wo es trotz Tageslicht schattig, windgeschützt und feucht genug ist. Austernpilze werden auch Seitlinge genannt, denn sie wachsen aus der Seite der Kultur heraus. Geliefert wird ein Karton, der mit einem mit Pilz-Mycel geimpften Substrat gefüllt ist. Diesen sollte man möglichst gleich nach der Lieferung aktivieren. Dafür schneidet man mit einem scharfen Messer seitlich schmale Schlitze in den Karton. Diese öffnen die Pappe und den darunterliegenden Kunststoff. Wichtig ist, dass man den Karton nicht zu weit öffnet, da die Gefahr besteht, dass die Kultur durch die Schlitze zuviel Feuchtigkeit verliert. Bei 16 bis 24 Grad können die Pilze sich nun entwickeln. Während der folgenden zwei bis sechs Wochen muss man darauf achten, dass die Kultur feucht bleibt – und die entstehenden Pilze rechtzeitig ernten. Ein guter Zeitpunkt für die Ernte ist, solange der Hut der Pilze noch leicht nach unten gewölbt ist. Bei optimalen Bedingungen entstehen mehrmals Pilze aus der Kultur. Drei bis fünf Ernten verteilt über sechs Monate sind nach Angaben des Herstellers durchaus realistisch. Wichtig für Allergiker: Seitlinge neigen zu starker Sporenbildung.  

Eine Alternative ist die Kultur von Champignons. Ein Mix-Probierset besteht aus einer Kultur Steinchampignons und einer weiteren mit weißen Champignons Bei diesen wird die Mycel in einem dunkelbraunen Substrat geliefert. Diese verteilt man locker im Karton und baut dann eine Art kleines Gewächshaus darüber. Die dafür nötige Plastikfolie wird mitgeliefert. Zum Aufstellen des Gewächshauses sollte man Kunststoffstäbe verwenden, da Pappe in der Feuchtigkeit schnell Schimmel anzieht und so den Enteerfolg gefährdet. Unter dem kleinen Gewächshaus sorgt die hohe Luftfeuchtigkeit für optimale Bedingungen für das Wachstum der Pilze. Mit der Zeit entwickeln sich erst kleine Fruchtkörper. Später werden darauf durchaus sehenswerte Pilze, die man für eine rückstandsfreie Ernte am besten aus dem Boden dreht. Danach wird die Folie wieder verschlossen. Bei Bedarf kann man mit einem Wassersprüher fehlende Feuchtigkeit nachlegen. Hawlik Pilzbrut bietet die Informationen zu den verschiedenen Pilzarten nicht nur in Textform, sondern auch als kompakte Videos an. So kann man ohne große Vorbereitung in die Pilzzucht einsteigen und schon nach wenigen Wochen die ersten Pilze aus eigener Kultur genießen.

(SMC)