19. Mai. 2022

Genuss

Kunstvoll eingekleidete Barbiepuppen auf den Tischen. Stilvoll dekorierte Schaufensterpuppen. Glänzendes Tafelsilber und flackernde Kerzen. In diesem Ambieten werden die Gäste des DinnerKrimis begrüßt. Schon am Eingang des Saal beginnt das Erlebnis. Designer Carol Stockwell begrüßt die Gäste und kündigt dem Saal die Neuankömmlinge an. Nach dem Einzug in den Festsaal nehmen diese Platz und freuen sich auf die angekündigte Verleihung des „Silbernen Lindanblatts“ durch die Branchengröße Claire Lindan. Die hat – nachdem ihr die Entwürfe der aktuellen Kollektion gestohlen wurden – keine große eigene Fashionshow geplant, sondern will sich im Glanz von Nachwuchsdesignern sonnen. Dazu hat Lindans Assistentin Alice ganz unterschiedliche Bewerber eingeladen, die nur eins gemeinsam haben – sie wollen gewinnen.


Damit sind sie in guter Gesellschaft, denn auch in der Modewelt geht es um alles. Claire Lindan, Alice und Designerin Tizza Branson wetteifern um Ruhm, Geld und die Gunst der Männer. Das Kabinett der Eitelkeiten geht dabei notfalls über Leichen. Und böse Sprüche gibt es schon vor dem ersten Gang. Der wird in einer kurzen Spielpause serviert und variiert je nach Spielort. Im Courtyard by Marriott Hotel Düsseldorf Seestern zum Beispiel kommen zunächst marinierte Hähnchenspießchen mit Gemüse und Salat auf den Tisch. Das schmeckt allen, nur den Models nicht, die von Claire ermahnt werden, auf ihre Figur zu achten. Dabei sind Kalorien nicht die größte Bedrohung für die Modelkarriere. Das müssen auch Phoebe und George Longfoot feststellen, die viel zu spät in den Raum platzen. Phoebe hat sie, ohne es ihrer Schwester George zu erzählen, als Nachwuchsdesignerin angemeldet, um ihre nach einem Volkshochschulkurs erdachte Eigenkreation zu präsentieren. George ist empört – die ist nur in die Stadt gefahren, um im Zoo Wildgänse zu sehen. Während ihre verrückte Schwester ganz begeistert ist von der Welt der Mode, möchte George am liebsten gleich wieder nach Hause fahren. Während die beiden noch eine Einigung suchen, eskaliert der Streit der Designerinnen. Auf das Publikum wartet derweilen eine Maiscremesuppe mit Eismeercrevetten.


Anschließend ist die Stunde von freiwilligen Mitspielern aus dem Publikum gekommen. Diese flanieren in phantasievollen Kostümen über den imaginären Laufsteg und werden von ebenfalls beim Einlass rekrutierten Jurymitgliedern mit Punktetafeln bewertet. Mode? „Das heißt ‚Männer opfern die Ersparnisse’“, wird gefrotzelt, doch dann haucht plötzlich jemand das Leben aus. Mord? Selbstmord? Ein Unglücksfall? Bevor das Rätsel gelöst ist, singen Darsteller und Publikum „Oh, happy day“ und genießen dann den Hauptgang. Bei Kalbssteak an Sherrysauce wird gerätselt und gegrübelt. Dabei helfen Hinweise von George, die sich nicht nur als analytische Biologin, sondern auch als scharfsinnige Ermittlerin erweist. Immer neue Hinweise geben den Zuschauern Anregungen bis George schließlich dazu einlädt Täter und Motiv auf kleinen Zetteln zu notieren. Während die Gäste einen Nachtisch aus Nougatparfait genießen, wird die Auflösung vorbereitet. Wer der Mörder ist? Das erfahren DinnerKrimi-Gäste in Köln am 22. März und 11. Mai und in Mülheim am 27. April. In Düsseldorf steht am 10. Mai das Stück „Mord au Chocolat“ auf dem Spielplan. (SMC)