20. Apr. 2021

Genuss

Gemüse ist gesund. Doch eine noch höhere Konzentration wertvoller Inhaltsstoffe bieten die Keimlinge der Pflanzen. Deshalb lohnt es sich – wie schon beim Kresseigel – selbst Gemüsesamen keinem zu lassen und die frischen Keimlinge zu verspeisen. Kresse, Rauke, Senf, Kohlrabi, Radieschen und andere Gemüse keimen in wenigen Tagen und werden dann zu einer gesunden Beilage zum Salat, zum Hauptgericht oder im grünen Smoothie. Direkt nach der „Ernte“ verzehrt sind die aromatischen Keimlinge besonders wertvoll, sodass sich die Anzucht in Eigenregie lohnt. Um bei dem roh verzehrten Superfood auf Nummer Sicht zu gehen, pflanzt man es nicht im Garten, sondern im heimischen Wohnzimmer – und das ganz ohne Erde. Möglich macht das das Microgreens Starter-Kit von Heimgart.

Das Set (34,90 Euro) enthält eine immer wieder verwendbare Porzellanschale, einen Edelstahleinsatz und zwei Bio-Saatpads. Im ersten Schritt füllt man die Schale aus der Porzellanmanufaktur Seltmann Weiden bis zur Markierung mit Wasser. Dann legt man den Edelstahleinsatz und zwei der Saatpads hinein. Da die meisten Sprossen am besten im dunklen keimen, schließt man das Ganze mit der jeweils mitgelieferten Abdeckung aus dünner Pappe. Nach ca. drei Tagen beginnen die Keimlinge den leichten Deckel durch ihr Wachstum anzuheben. Dann kann man ihn komplett entfernen und sich nach rund einer Woche über erntereife Sprossen freuen. Die kleinen Pflanzen haben in der Zwischenzeit nicht nur den Keimling gebildet, sondern auch kleine Wurzeln, sodass nach dem ersten Bewässern bis zur Ernte nichts mehr zu tun ist. Nach der Ernte kann man das Saatpad über die Bio-Tonne entsorgen – und die Schale in der Spülmaschine reinigen. Sechs neue Saatpads – sortenrein oder gemischt – kosten knapp 12 Euro. Dafür bekommt man neben dem durchdachten Konzept gut keimfähiges Biosaatgut und eine Art der Aufzucht der Sprossen, die kaum Zeit kostet.

(SMC)