30. Nov. 2021

Genuss

Ein roter Zwerg mit Messer und Gabel in den Händen leuchtet in der Düsseldorfer Altstadt über dem Eingang des "HeimWerk", einem in München an mehreren Standorten bewährten Restaurantkonzept. Mitten in der Pandemie im Oktober 2019 öffnete man die Türen auch in Düsseldorf mit dem Anspruch den Gästen nachhaltige Slow-Food-Qualität zu servieren. Die Mischung aus freundlichem Service, moderaten Preisen und bewussterer Küche kommt an – im Frühjahr 2022 will man einen zusätzlichen Standort in Düsseldorf eröffnen und so den Anspruch Heimat und Handwerk auf gastronomische Art zu verbinden, weiter verbreiten.

Guter und freundlicher Service ist eines der Puzzleteile für den Erfolg. Schon vor dem Restaurant begrüßt mich ein Kellner, der gerade einen der wenigen auch in der kalten Jahreszeit besetzten Tische im Außenbereich abräumt. Noch bevor er wieder ins Restaurant eilt, findet er Zeit für ein paar freundliche Worte. An der Eingangstheke begrüßt Restaurantleiter Frank-Oliver Falter seine Gäste. Er führt zu einem Tisch in einer der Nische im hinteren Bereich. Die geben dem Raum Struktur und sorgen zusammen mit den Plexiglas-Wänden zwischen den Tischen dafür, dass man (s)einen eigenen Bereich im Restaurant hat. Über den Tischen schimmern geschickt ausgewählte Glühfäden aus den Lampen. Eine abgesetzte Decke verringert im Randbereich die Raumhöhe – während im mittleren Bereich Tageslicht durch die gläserne Decke gelangt. Insgesamt 200 Gäste finden so im Innenbereich Platz – und die Reservierungen für den Samstag-Abend deuten darauf hin, dass die Tische sich auch füllen lassen. Die Speisekarten gibt es im HeimWerk digital oder in Papierform. Das Besteck nimmt man aus einem Bierkrug, der genau wie die Rücklehnen der Stühle stilgerecht mit dem Logo des Restaurants versehen ist.

Augustiner, Franziskaner und Schumacher Altbier aus Düsseldorf gibt es vom Fass. Dazu Weine, Softdrinks und eine kleine Cocktailauswahl. „Rosa Rauschen“ verbindet die Aromen von Cranberry, Apfel, Ingwer, Zitrone und Soda. Einen alkoholfreien Ipanema, in dem der Zucker gelöst ist, gibt es ebenfalls für sieben Euro. Bei den Speisen stehen Schnitzel in den verschiedensten Varianten im Mittelpunkt. Man wählt nicht nur zwischen vegetarischen Schnitzeln, Kalb, Schwein und Huhn, sondern auch zwischen dem kleinen Snack und der vollen Mahlzeit „NorMahl“,  die in der Regel aus zwei Schnitzeln besteht. Dazu bestellt man Beilagen und Saucen nach dem eigenen Geschmack. Das panierte Kalbsschnitzel zum Beispiel gibt es für 15 Euro (klein für 9 Euro). Ein Hanfschnitzel vom Huhn kostet 14 Euro bzw. 8,50 Euro in klein. Hanfsamen und Kräuter stecken bei dieser Variante in der Panade. Und natürlich gibt es auch Salat – wahlweise mit Ziegenkäse oder anderen Toppings – und Kaiserschmarrn zum Dessert.

„Bei uns kann man bewusster essen gehen. Und natürlich haben wir auch vegetarische Alternativen“, erzählt Restaurantleiter Frank-Oliver Falter. Er schwärmt von den fünf besonderen Werten seines Arbeitgebers. So setzt man auf regionale Lieferanten – für den Standort Düsseldorf im Umkreis von 80 Kilometern. Viele davon habe er schon selbst besucht, so der Restaurantleiter. Zudem gehe es um artgerechte Tierhaltung auf tierwohlzertifizierten Bauernhöfen. Nachhaltige Landwirtschaft habe man zudem im Auge. In der eigenen Küche verzichte man auf Fertigprodukte – und trage durch die beiden Größen der Tellergerichte dazu bei Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Wer gerne Schnitzel ist, ist im HeimWerk genau richtig. In angenehm unkomplizierter Atmosphäre bringt das Restaurant Speisen und Getränke schnell und zu moderaten Preisen auf den Tisch. Dass die Produkte aus der Region stammen spart Transportwege und ist eine gute Entscheidung. Auch wenn das Fleisch nicht bio ist, ist mit der Tierwohl-Zertifizierung ein Schritt in die richtige Richtung getan, sodass man es sich im HeimWerk schmecken lassen kann.

(SMC)