22. Jan. 2026

Genuss

Wenn „Die Mausefalle“ auf dem Programm steht verwandelt sich die idyllische Wasserburg in das neu eröffnete Hotel Monkswell Manor. Mollie Ralston hat das einsam gelegene Haus geerbt und mit Ihrem Mann Giles ein kleines Hotel eröffnet. Gleich am ersten Tag haben vier Gäste ein Zimmer in Monkswell Manor gebucht. Während die Ralstons im Radio von einem geheimnisvollen Mord in London hören, treffen der kauzige Student Christopher Wren, die komplizierte Mrs. Boyle, die zurückhaltende Miss Casewell und der pensionierte Offizier Major Metcalf ein. Bei dichtem Schneetreiben haben die vier es gerade noch zum Hotel geschafft, bevor das von den Witterungsverhältnissen von der Außenwelt abgeschnitten wird. Auch ein unangemeldeter Gast steht vor der Tür. Mr. Paravicini spricht von einem Autounfall in der Nähe und begehrt Einlass in das Hotel. Kurz darauf klingelt das Telefon. Superintendent Hogben kündigt den Besuch eines seiner Mitarbeiter an, der wenige Minuten später zu den im Hotel Eingeschlossenen stößt.


Sergeant Trotter informiert, dass das Notizbuch des flüchtigen Mörders aus London gefunden wurde. In diesem sei die Adresse von Monkswell Manor und ein Hinweis, dass dort zwei weitere Morde geplant sind, enthalten. Deshalb glaubt Sergeant Trotter, dass der Mörder bereits im Haus ist. Zudem klärt er, dass die Ermordete während des Krieges auf einer Farm drei ihr anvertraute Kinder, die Geschwister Corrigan, misshandelt und ein Kind fahrlässig hatte sterben lassen. Kurz darauf wird Mrs. Boyle, die die drei Kinder der Farm zugewiesen hatte, in der Bibliothek erwürgt. Doch wer war der Täter? Niemand weiß, was aus den beiden überlebenden Corrigan-Kindern geworden ist und wer ihr Vater war. Trotter beschließt, die Mordsituation nach Angaben aller Verdächtigen nachspielen zu lassen um so herauszufinden, wer der Mörder ist.


Seit 1952 wird das Kriminalstück täglich vor ausverkauftem Haus im Londoner St. Martin's Theatre aufgeführt. Nun kommen auch die Besucher der Wasserburg Lüttinghof in den Genuss dieses Krimi-Dinner. Im Rittersaal der Wasserburg sorgt das Ensemble für eine Inszenierung, die man so schnell nicht vergessen wird. Zwischen den Szenen der Krimidinner-Aufführung wird ein viergängiges Menü serviert. Als Vorspeise serviert die Küche der Wasserburg Vitello Tonnato mit einer Thunfischsauce und Salatbouquet. Einige Zeit später folgt mit einer Essenz von der Strauchtomate mit feinen Gemüsestreifen und frischen Kräutern der nächste Gang. Als Hauptgericht gibt es Poulardenbrust an Rahmsauce und zum Dessert Mousse von Himbeeren auf einem Saucenspiegel.


Mehr als zehn Millionen Menschen haben die weit über 22.000 Londoner Aufführungen der „Mausefalle" gesehen. Neben der spannenden und bis zum Schluss unvorhersehbaren Story mag das auch daran liegen, dass die Autorin in ihrem Testament verfügt hat, dass das Stück erst dann in den USA und Australien gezeigt oder verfilmt werden darf, wenn der letzte Vorhang der Londoner Inszenierung gefallen ist. In Gelsenkirchen ist der Klassiker der Krimigeschichte als interaktives Krimidinner wieder am 27. März, 17. und 23. April sowie am 7. Mai zu sehen. Für den Erfolg machte Agatha Christie neunzig Prozent Glück und die Tatsache, dass das Stück etwas von allem habe, verantwortlich. Karten kann man unter 0209/6001106 und über das Internet zum Preis von 69 Euro inkl. Aperitif, 4-Gänge Dinner und Sektempfang bestellen. (SMC)