17. Mai. 2022

Genuss

Der Fall ist schnell erzählt: Im Flussbett der Wupper wird am Morgen die Leiche eines Mannes gefunden. Es ist der Unternehmer Bernhard Sunge, der genau dort in der Wupper liegt, wo einst der Elefant Tuffi aus der Schwebebahn sprang. Auf der Brust des Mannes stellt der Gerichtsmediziner Spuren wie von einem Elefantenfuß fest. Im Mund des Toten steckt ein 1.000 DM-Schein Diese Fakten präsentieren Michael Baute als Kommissar und Sabine Henke als Polizeipräsidentin den Gästen in der VillaMedia. Als die Gäste sich nicht spontan einigen können, wer der Mörder ist, setzten die beiden auf eine neue Ermittlungsmethode. Mit Namensschildern gekennzeichnet werden Dinner-Gäste so zu Angehörigen des Verstorbenen, zu Geschäftspartnern und Zeugen.


Im Verlauf des Abends stellt sich heraus, dass jeder am Tisch kleine und größere Geheimnisse hat – und gute Gründe, dem Ermordeten nach dem Leben zu trachten. Viel Geld ist im Spiel. Enttäuschte Liebe. Und akuter Hass. Nachdem dem Publikum die ersten Aussagen der verschiedenen Personen vorgestellt wurden, bekommt jeder Gast einen verschlossenen Umschlag. Der enthält nicht nur eine Kopie der bereits vorgetragenen Aussage, sondern auch geheime Zusatzinformationen, die man in den Gesprächen am Tisch nur auf konkrete Fragen hin preisgibt. Dabei müssen alle Personen bei der Wahrheit bleiben – bis auf den Mörder. Viele sind verdächtig: Der windige Sohn und die undurchschaubare Tochter des Toten, der Prokurist in seinem Unternehmen und natürlich auch der mysteriöse Herr Pfarrer. Der Anwalt des Toten verstrickt sich in Widersprüchen und natürlich gerät der schlitzohrige Geschäftsfreund aus dem fernen China mit seiner russischen Cousine, die nebenbei auch in der legendären Vohwinkeler Frittenbude, bei „Herrmann Koch” das Rezept für den berühmtesten Spießbraten der Welt erkundet, in besonderen Verdacht.


Je aktiver und gesprächiger die anderen Gäste am Tisch sind, umso interessanter wird der Abend. Fragen von harmlos „Wo waren Sie…“ bis persönlich „Hatten Sie Schulden…“ erfragen Details zu den jeweiligen Rollen. Wer den anderen auf den Zahn fühlt, stößt schnell auf Indizien. Doch stößt man auch auf den Mörder? Das ist nicht leicht, denn dieser darf lügen und kann sich deshalb besser herauswinden. Doch mit der Zeit zieht sich die Schlinge zu. Per Lautsprecher werden immer neue Informationen angesagt, die die Hinweise für die laufenden Ermittlungen am Tisch geben. Am Ende ist dann jeder Gast gebeten seinen persönlichen Tipp abzugeben, wer der Mörder bzw. die Mörderin ist. Anschließend wird aufgelöst, welche Geheimnisse die einzelnen Rollen hatten und wer am Ende für den Tod des Unternehmers verantwortlich war.


Ein abwechslungsreiches Menü sorgt dafür, dass die Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten kommen. Die Küche der VillaMedia serviert als Vorspeise Kartoffelcremesuppe mit Blutwurst. Danach folgt Kartoffelkuchen auf Rapunzelsalat. Als Hauptgang wird Schweinefilet auf Shitakepilzsauce serviert. Kulinarischer Abschluss des Abends ist ein Schokoküchlein auf Kirschkompott. Die Karten zum Preis von 69 Euro beinhalten Show und Menü. Erneut gezeigt wird die Show am 24.11. sowie am 3. und 29.12.2013. Weitere Termine sind am 26.01. und 27.02.2014. (SMC)