17. Mai. 2022

Genuss

In einem langen gemütlich illuminierten Saal sitzt man an romantisch gedeckten Tischen. Rote, lange Kerzen und Rosenköpfe im Wasserglas, Perlen und Spiegelplatten schaffen eine Atmosphäre, die täuscht, denn zwischen dem ersten und zweiten Gang liegt plötzlich ein Mensch tot auf dem Boden. Verdächtig sind nicht nur der Restaurantchef, die Kellner und der italienische Koch. Auch die Gäste kommen als Mörder in Frage. Davon lassen die sich allerdings nicht den Appetit verderben. Als Vorspeise gibt es ein scharfes Ingwersüppchen, das an den kalten Tagen einheizt. Es wird in einem Einmachglas wie zu Großmutters Zeiten gereicht. Die Idee findet unter den Genießern Anklang. Es ist ein Gang, bei dem die Augen mitessen. Auf dem Teller gesellt sich eine marinierte Gamba zu einer zum Sterben gutschmeckenden Tomaten-Paprika-Terrine. In der Mitte des Tisches steht in einem Weidenkorb frisches Brot mit zweierlei Saucen für all diejenigen mit mordsmäßigem Hunger.

Als Hauptgang gibt es Roastbeef mit Senfkruste, Ratatouille-Gemüse und Cocos-Kartoffelschnee. Knurren in der Magengegend muss wirklich niemand erleiden. Im Landhaus Siebe gibt es bei Bedarf sogar einen Nachschlag vom Hauptgang. Da sagt man gerne ja, denn ein Kriminalfall macht hungrig. Jeder hat eine Theorie, wer der Täter ist. Oder sitzt er etwa neben einem am Tisch? Ist es der freundliche Kellner oder die spanische Sängerin? Rache könnte das Motiv sein, denn jeder der Verdächtigen hatte einen Konflikt mit dem Opfer.

Ein Kommissar betritt den Saal und gesellt sich zu den Gästen. Mit deren Hilfe versucht er dem Täter auf die Schliche zu kommen. Dabei stößt er beim Publikum auf die amüsantesten Theorien. Nach der Zeugenbefragung bekommen alle Gäste Akteneinsicht. Mappen mit Kopien von Zeitungsartikeln, Zeugnissen und Beweismaterial über den Ermordeten und die potenziellen Täter werden an den Tischen verteilt. Bei einem guten Glas Wein und der Nachspeise wird gerätselt, kombiniert und sich amüsiert. „Mord im Landhaus“ ist ein voller Erfolg. Schon an vielen ausverkauften Abenden sorgte das Krimi-Dinner für Spaß und Spannung, Genuss und Entspannung. Das Landhaus Siebe hat das gewisse Etwas, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Im verschlafenden Städtchen Hattingen ist es der ideale Ort für Festlichkeiten jeglicher Art und eben auch für einen Mord ein kulinarisches Highlight.

Die Schauspielertruppe des Good Vibrations Theater ist aber auch mobil. Die professionellen Schauspieler besuchen Firmen und bringen den Tod direkt zu den Gästen. Es gibt sogar die Möglichkeit, sich für die eigene Firma einen individuellen Kriminalfall schreiben zu lassen, der dann für eine besondere Weihnachtsfeier oder Jubiläumsüberraschung sorgt. Das Krimi-Dinner ist eine gute Alternative zum zweisamen Krimiabend zu Haus, zumal man dort nicht mit Köstlichkeiten aus der Küche verwöhnt wird. Zum Nachtisch gibt es im Landhaus Siebe eine cremige Mousse mit Mandelkrokant, das Vorfreude auf Weihnachten macht, und dazu eine marinierte Orangenscheibe, der hemmungslos zur Leibe gerückt wird. Neben der Leiche gibt es Musik und Magie. „Mord im Landhaus“ ist einer der wenigen Krimis, die man mit Vergnügen und mit gut unterhaltenen „Trauergästen“ verbindet. Tatzeiten und –orte erfährt man auf der Internetseite des Veranstalters. (SMC)