17. Aug. 2026

Genuss

Rosé-Prosecco ist längst mehr als nur ein Trend, er ist ein Statement für moderne Aperitif-Kultur. Der Jahrgangsprosecco von Val D’Oca begeistert im Glas mit einer feinen, langanhaltenden Perlage und einem zarten Altrosa. Geschmacklich trifft die typische Frische der Glera-Traube auf die dezenten Fruchtnoten von rotem Pinot Nero. Nuancen von frischen Wilderdbeeren, Himbeeren und einem Hauch von blühenden Rosen. Dank der Klassifizierung Brut bleibt er herrlich trocken, elegant und knackig. Das schmeckt an Sommerabenden auf der Terrasse

Der harmonische Klassiker

Wenn es ein Prosecco schafft, italienische Lebensfreude ungezwungen ins Glas zu bringen, dann dieser Treviso von Ponte. Die Stilrichtung Extra Dry verleiht ihm eine feine, abgerundete Restsüße, die hervorragend mit der spritzigen Säure harmoniert. In der Nase entfalten sich klassische Aromen von grünem Apfel, saftiger Birne und feinen Akazienblüten. Ein wunderbar zugänglicher Schaumwein, der durch seine Balance besticht und einfach Lust auf das nächste Glas macht. Damit ist es durchaus auch eine gute Grundlage für Cocktails.

Der Purist: Brut Nature

Für alle, die es kompromisslos trocken und authentisch mögen: Der Brut Nature zeigt das Terroir von Treviso von seiner ungeschminktesten Seite. Hier steht das reine Handwerk im Vordergrund. Der Schaumwein präsentiert sich glasklar, extrem frisch und voll strahlender Mineralität. Das Bouquet erinnert an knackige Zitrusfrüchte, weißen Pfirsich und frische Wiesenkräuter. Am Gaumen wirkt er extrem präzise, gradlinig und belebend. Damit schmeckt er zu Fisch, Meeresfrüchten und Austern.

Eine Genussreise durch das Prosecco-Gebiet

Wo die Ausläufer der Alpen sanft in die venezianische Tiefebene übergehen, erstreckt sich eine der faszinierendsten Kulturlandschaften Italiens. Die Heimat des Prosecco ist weit mehr als nur die Herkunftsregion eines weltberühmten Schaumweins. Zwischen den historischen Wasserstraßen Trevisos und den schwindelerregend steilen Rebhängen von Valdobbiadene offenbart sich eine Welt, in der Jahrhunderte alte Weinbautradition, venezianische Eleganz und bedingungslose Gastfreundschaft nahtlos ineinandergreifen. Wer dieser Region auf den Spuren hervorragender Prosecco-Stilistiken einen Besuch abstattet, begibt sich auf eine Entdeckungsreise für alle Sinne.

Das Tor zum Genuss: Flanieren und Entschleunigen in Treviso

Der ideale Ausgangspunkt für eine Erkundungstour liegt im Süden des Anbaugebiets. Die elegante Provinzstadt Treviso, oft als das ruhigere, verwunschene Schwesterlein Venedigs bezeichnet, empfängt Besucher mit einem dichten Netz aus klaren Kanälen, historischen Laubengängen und prachtvollen Renaissance-Fassaden. Hier pulsierte schon immer das wirtschaftliche und kulturelle Herz der Region. Das Leben spielt sich auf den Pflastersteinen rund um die Piazza dei Signori ab, wo Einheimische am späten Nachmittag für den obligatorischen Aperitivo zusammenkommen. In den traditionellen Osterien wird der lokale Treviso DOC zu luftgetrocknetem Schinken und kleinen venezianischen Häppchen serviert. Die ungezwungene Atmosphäre der Stadt stimmt perfekt auf die kommenden Tage ein und lädt dazu ein, den Blick über das Wasser schweben zu lassen und das italienische Lebensgefühl in vollen Zügen aufzusaugen.

Vertikale Gärten: Durch die UNESCO-Hügel von Valdobbiadene

Setzt man die Reise in Richtung Norden fort, verändert sich die Szenerie spektakulär. Die ebene Landschaft weicht dramatischen Hügelketten, die von dicht aneinandergeschmiegten Weinbergen überzogen sind. Seit einigen Jahren gehört diese einzigartige Szenerie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Hanglagen sind hier stellenweise so steil, dass jeglicher Einsatz von Maschinen unmöglich ist. Jede Traube wird von den Winzerfamilien in aufwendiger Handarbeit gepflegt und geerntet – ein Handwerk, das in der Region voller Stolz als heroischer Weinbau bezeichnet wird. Entlang der historischen Strada del Prosecco, der ältesten Weinstraße Italiens, reiht sich ein fotogenes Panorama an das nächste. Hinter jeder Kurve eröffnen sich neue Ausblicke auf kleine Kapellen, jahrhundertealte Gehöfte und scheinbar endloses Grün. Ein Stopp bei Traditionskellereien wie Val D’Oca bietet die Gelegenheit, die handwerkliche Präzision hinter den unterschiedlichen Ausbaustufen zu verstehen. Bei einer Verkostung direkt beim Erzeuger wird spürbar, wie sehr der Charakter des Schaumweins vom Terroir geprägt wird – von feinfruchtigen Rosé-Variationen bis hin zu geradlinigen, kompromisslos trockenen Abfüllungen ohne Dosage.

Kulinarische Entdeckungen und gelebte Gastfreundschaft

Neben der Weinkultur steht die Region für eine verfeinerte bodenständige Küche, die perfekt auf die Frische der heimischen Schaumweine abgestimmt ist. In den kleinen Dörfern rund um Asolo und Conegliano servieren familiengeführte Trattorien regionale Spezialitäten wie cremigem Risotto mit Trevisaner Radicchio, frisch gefangene Forellen aus den Gebirgsflüssen oder würzigen Asiago-Käse. Ein ganz besonderes Phänomen der lokalen Kultur lässt sich auf den Höhenzügen beobachten, wo traditionelle Picknickplätze zur Einkehr unter freiem Himmel einladen. Mit Blick über die golden im Abendlicht leuchtenden Rebhänge wird deutlich, warum diese Region Genießer aus aller Welt magisch anzieht. Die Reise durch das Herz des Prosecco zeigt eindrucksvoll, dass das Geheimnis der feinen Perlen im Glas tief in der Landschaft, der Geschichte und der Leidenschaft der Menschen verwurzelt ist.

(SMC)