Das Seminar beginnt mit Informationen zu Verkostungstechniken. Denn nur wer sich mit Augen, Nase und Gaumen auskennt, weiß worauf es beim Verkosten ankommt. Probiert werden an diesem Abend acht verschiedene Weine. Drei Weißweine werden bei 8 Grad serviert, später folgen fünf Rotweine, die der Dozent auf 18 Grad temperiert hat. Mitgebracht hat er außerdem verschieden konzentrierte Zucker-Säure-Lösungen aus der Apotheke sowie Weinaromen. Mit Hilfe dieser werden die Teilnehmer ihre Sinne ausprobieren, schulen und weiterentwickeln. Dazu trägt auch ein Versuch mit verschiedenen Lösungen bei, die der Dozent in der Apotheke hat mischen lassen. Verschiedene Zucker- und Säureanteile sorgen für ganz unterschiedliche Geschmackserlebnisse und zeigen wie sich die verschiedenen Einflüsse überlagern.
Mit dem Auge erkennt man die Klarheit, den Farbton und die Intensität der Farbe. Dabei darf man davon ausgehen, dass guter Wein stets klar sein sollte. Der Farbton hilft Experten genau wie die Intensität Rückschlüsse auf die Reife zu ziehen. Mit der Nase kann man feststellen, ob der Wein dezent oder intensiv duftet und welches Aroma besonders ausgeprägt ist. Dabei unterscheidet man zwischen fruchtigem, blumigem, pflanzlichem und würzigem Aroma. Besonders wichtig ist der Geschmack des Weines, bei dem man auf den ersten Eindruck, die Entwicklung des Geschmacks und den Abgang achtet. Alles in richtige Worte zu fassen ist oft gar nicht einfach, doch der Dozent hat vorgesorgt und für alle Teilnehmer ein Aromarad mitgebracht. Das hilft den ersten Eindruck „würzig“ zu verfeinern und auf Aromen wie „Paranuss“ oder „Zimt“ zu kommen.
Dann öffnet Mätzig die erste Flasche Wein und verteilt dazu einen Verkostungsbogen. Auf dem tragen die Teilnehmer ein was sie sehen, riechen und schmecken und folgern daraus welche Qualität der Wein hat und wie es um die Lagerfähigkeit bestellt ist. Anschließend werden die Eintragungen mit den anderen Teilnehmern und dem Experten diskutiert und verglichen. Richtig und falsch gibt es beim Wein nicht, nur der Geschmack zählt. So kommt es immer wieder vor, dass zwar die Sinneswahrnehmungen ähnlich sind, die persönlichen Vorlieben der verschiedenen Teilnehmer jedoch grundverschieden. Und während der eine noch ein halbes Glas nachschenkt hat der andere den gleichen Wein schon aussortiert. Doch bei acht Weinen ist für jeden etwas dabei. Denn nicht nur das Lernen, sondern auch der Spaß am Wein und die Verkostung stehen bei den Seminaren der Viniversität im Mittelpunkt. Durch den Genuss hochwertiger Weine unter fachkundiger Anleitung gewinnen die Teilnehmer mehr Sicherheit im Umgang mit Weinen. Ausführliche Unterlagen helfen auch nach dem Seminar das neue Wissen lebendig zu halten und offene Fragen nachzuschlagen. Wer professionell verkosten und Weine beurteilen und dabei insbesondere Geschmacks- und Aromaprofile kennen lernen möchte hat die nächsten Gelegenheiten in Düsseldorf am 5. Februar, 19. März und 21. Mai. Die Seminarteilnahme kann man zum Preis von 93 Euro telefonisch unter 0211/39002650 oder über das Internet buchen. Auch als Geschenk sind Seminargutscheine der Viniversität erhältlich. (SMC)


