In der Stille des Frankenwaldes, wo der Duft von frisch geröstetem Kakao sich in der Lauenstein Confiserie mit Handwerkstradition verbindet, ist unter dem Namen „JAKAO“ eine neue Projektlinie entstanden, die die Komplexität des Kakaos wie einen guten Wein zelebriert. Jede Tafel erzählt dabei die Geschichte ihres Terroirs – des Bodens, des Klimas und der Leidenschaft der Kleinbauern in Mittelamerika.
Wer sich auf die sensorische Reise einlässt, begegnet drei Kreationen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch dieselbe Handschrift tragen:
Die Sorte JAKAO Pure Nicaragua 90% ist eine Hommage an die Intensität. Mit einem Kakaogehalt von 90 % fordert sie die Sinne heraus. Der Kakao stammt aus der Region Waslala, direkt am UNESCO-Biosphärenreservat Bosawás. Trotz der hohen Prozentzahl überrascht sie nicht mit Bitterkeit, sondern mit einer komplexen Tiefe. Es ist ein ehrliches Stück Natur, das Noten von Passionsfrucht und Ananas in sich trägt – ein Beweis dafür, dass wahrer Luxus keine Zusätze braucht.
Bei der JAKAO Nicaragua 55% mit Orange & Flor de Saltrifft die Fruchtigkeit des O’Payo-Kakaos auf eine präzise abgestimmte Komposition von Gegenspielern. Natürliches Orangenöl sorgt für eine frische, zitrische Kopfnote, während feinstes Flor de Sal von der portugiesischen Algarve die Süße der Vollmilchschokolade bricht. Es ist ein Spiel mit den Kontrasten, bei dem das Salz wie ein Verstärker für die tiefen Kakaoaromen wirkt. Die gleiche Schokolade gibt es auch ohne Orange und Salz – dann steht mehr das reine Kakao-Aroma im Mittelpunkt.
Mexiko gilt als die Wiege des Kakaos, und die 70-prozentige Tafel JAKAO Pure Mexico 70% verneigt sich vor diesem Erbe. Gewonnen aus Acriolado-Bohnen, besticht sie durch eine fast schon cremige Textur. Am Gaumen entfalten sich süße Fruchtnoten, die von leichten Erd- und Gewürztönen sowie einer angenehmen Säure begleitet werden. Sie ist der Inbegriff dessen, was Kenner als „Single Origin“ schätzen: ein authentischer Ausdruck einer wilden, grünen Landschaft.
In den Räumen der gläsernen Manufaktur kann man beobachten, wie aus den rötlich-braunen Bohnen in bis zu 72 Stunden währenden Prozessen feinste Tafeln entstehen. Die Entscheidung, wann der Röstgrad perfekt ist oder wann die Schokolade ihre ideale Struktur erreicht hat, trifft hier keine Maschine, sondern das geschulte Auge und der Gaumen der Chocolatiers. In einer Welt der Massenware ist jede dieser Tafeln ein Unikat, das beweist: Die besten Geschichten schreibt immer noch die Natur selbst – man muss ihr nur den Raum geben, sich zu entfalten.
(SMC)

