03. M&a. 2024

Kultur

Jean Baptiste Thierrée fasziniert durch ein umfangreiches Repertoire an Kostümen und guten Ideen. Mal als Zebra, dann als Inhaber eines Koffers mit dreidimensionaler Verzierung. Thierrée ist bunt ohne schrill zu sein und bringt die Zuschauer zum Lachen. Das gelingt auch bei seinen Zauberkunststückchen. So setzt er einen weißen Hasen in einen Korb, klappt den Deckel zu und zieht sekunden später einen pechschwarzen Hasen heraus. Zauberei? Ein Fass mit Tinte im Korb? Oder eben doch zwei Hasen? Das überlässt Thierrée der Phantasie seiner Zuschauer.

Victoria Chaplin überzeugt durch Kreativität und Körperkunst. Die junge Künstlerin kann sich fast unglaublich verbiegen und paßt deshalb in einen kleinen Weidenkorb. Doch sie kann auch ganz verschwinden. Mit Musik und schönen Lichteffekten? Nein, aber durch einen nach hinten offenen Korb, den sie mit soviel Eleganz verläßt, dass die Zuschauer trotzdem begeistert sind.

Mit auf der Bühne sind Hasen, Meerschweinchen, Tauben und Gänse. Entwaffnende Komik, gelungene Täuschung und eindrucksvolle Bilder begeistern die Zuschauer. Von der Bildprojektion, die von Victoria Chaplin auf weißen Tüchern eingefangen wird bis hin zu quakenden Gänsen, jede Nummer ist anders und spannend. Da werden Fahrräder über die Bühne getragen, ein gigantischer Wurm scheint die Künsterin zu fressen und Seifenblasen erzeugen Klänge. Grandios ungewöhnlich und ein echter Hingucker.

Foto: (c) altstadtherbst kulturfestival düsseldorf
(SMC)