20. Feb. 2020

Kultur

Bis zum 12. April 2020 dreht sich im Apollo-Varieté alles um den Rock´n´Roll-Sound der 60er und 70er Jahre. Die Apollo-Live-Band rund um Sänger Max Buskohl spielt Beatles, Rolling Stones und The Who – und noch viel mehr, während Artisten aus aller Welt und das Apollo Ballett das Publikum mit ihren Auftritten verzaubern.

Regisseur Adrian Paul präsentiert dem Publikum eine stimmungsvolle und unterhaltsame Show. Der Abend beginnt mit einem Beatles-Medley. Dann kommen die Cedeños Brothers auf die Bühne. Bei ihrem ersten Auftritt zeigen Brian, Kenny, Rommy und Brandon Cedeño ihr Können am Schleuderbrett. Von einem Sprungturm springt einer der Brüder auf das Brett – ein anderer zeigt einen zweifachen Salto, während der durch die Luft katapultiert wird. Schließlich lässt sich einer durch die Luft auf einen Sitz, den ein anderer Bruder an einer langen Stange durch den Raum trägt, schleudern. Auch das Experiment gelingt – und begeistert das Publikum. Dass das Artistenleben mit Ende 30 noch lange nicht vorbei ist, zeigt Yulia Rasshivkina mit ihren Hula Hoop-Reifen. Die russische Artistin hat sich mit ihren kreativen Auftritten und ihrer Bühnenpräsenz international einen Namen gemacht. Im Apollo Varieté zeigt sie eine abwechslungsreiche Choreografie mit zwei, drei, vier und schließlich fünf golden schimmernden Reifen. Ein Höhepunkt des Auftritts ist, als die Artistin sich von der Bühne an einem Seil in die Luft ziehen lässt, während der beleuchtete Reifen um ihre Hüfen weiter schwingt. Neben Comedy steht in der ersten Hälfte des Programms der Jongleur Romano Frediani auf dem Programm. Er jongliert mit Bällen, Ringen und steigert sich schließlich von der klassischen Jonglage zu einer gelungenen Comedy-Performance, bei der er sich aus dem Publikum Ringe zuwerfen lässt und scheinbar an der Wurfkunst der Gäste verzweifelt. Nach dem gelungenen Auftritt brauchen alle eine Pause – vielleicht für eine typisch britische Tasse Tee?

Der  zweite Teil startet mit einem Queen-Medley, zu dem vier Artisten mit wehenden Fahnen durch den Theatersaal einziehen. Sänger Maxbuskohl steht im fellbesetzten Mantel auf der Bühne und scheint Fredy Mercury wenig nachzustehen. Auch das Kostüm von Marco Noury, der danach an den Strapaten auftritt, ist glamourös. Die glitzernden Accessoires passen auf den ersten Blick nicht zu seinem durchtrainierten Körper, doch schnell gewöhnt man sich an die besondere Präsentation der Körperkunst. Noury schaukelt im Spagat, hängt zwischendurch nur mit einem Fuß an den Strapaten und ist mit seinem durchtrainierten Körper ein echter Hingucker. Wenn Romano Frediani Freiwillige aus dem Publikum sucht, braucht man starke Nerven. Im zweiten Teil sucht er jemanden, der ihn bei einer Jonglage unterstützt. Während Frediani zwei Bälle und einen Apfel jongliert, ist der Gast aus dem Publikum gefordert, den Apfel ohne Einsatz der eigenen Hände zu essen. Beim Auftritt von Dasha & Vadim wird es romantisch. Die Ukrainer stellen mit ihrer Tanzakrobatik die Höhen und Tiefen einer Beziehung dar und verzaubern so das Publikum. Zum Abschluss des Abends kommen noch einmal die Cedeños Brothers auf die Bühne. Sie zeigen ikarische Spiele, bei denen sich die Brüder gegenseitig auf den Füßen jonglieren. Karten ab 19 Euro gibt es telefonisch (0211/8289090), an der Varieté-Kasse und über Internet.

(ck)