25. Okt. 2021

Kultur

Nach Abschluss von Sanierungsarbeiten hat mit dem Gasometer eine der spektakulärsten Landmarken der Industriekultur im Ruhrgebiet wieder eröffnet. Seit dem 1. Oktober 2021 wird im ehemaligen Gasspeicher die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ gezeigt. Spektakuläre Fotos im Großformat zeigen auf der Eingangsebene die Schönheit der Erde. Teils preisgekrönte Motive von Tieren und Aufnahmen von gewaltigen Naturkräften zeigen, wie wundervoll unser Planet sein kann. Ein flauschiger Schneehase? Ein eindrucksvoller Löwe? Ein Paradiesvogel im Urwald? Das sind nur drei von unzähligen Eindrucken, die man gewinnen kann. Zu jedem Motiv informiert eine Infotafel in deutscher und englischer Sprache über Hintergründe. Eindrucksvoll ist auch eine Videoinstallation in der Mitte des Gasometers, in der auf einer großen Leinwand eindrucksvolle und gewaltige Stürme gezeigt werden.

So begeistert von unserem Planeten führt der Weg eine Ebene höher. Dort wird der Einfluss des Menschen thematisiert. Riesige Großstädte mit Wolkenkratzern sind genauso zusehen wie Autobahnkreuze und von Flugzeugen besprühte Monokulturen. Dieser Teil der Ausstellung ist nichts für zartbesaitete Besucher. Ölverklebte Pinguine, dahingemetzelte Elefanten und brennende Wälder sind nur drei der vielen emotionalen Eindrücke. Verschwindend klein ist hingegen der Hoffnungsschimmer durch die Vorstellung von nachhaltigen Projekten, die ebenfalls zu sehen sind.

In der höchsten Ebene der Ausstellung treffen Besucher des Gasometers auf eine alte Bekannte. Die 20 Meter große Erdkugel aus der Ausstellung „Wunder der Natur“ ist wieder da. Diesmal werden unterschiedliche Satellitenbilder auf die Weltkugel projiziert. Wolken, Tag und Nacht und auch menschliche Einflüsse wie Flugverbindungen und nächtliche Beleuchtung sind zu sehen. Wer mag, kann sich auf den Stufen auf einem gemütlichen Sitzsack niederlassen und in aller Ruhe einen Blick auf unser zerbrechliches Paradies werden.

(SMC)