25. Jun. 2022

Kultur

"Draußen sind die Bekloppten und die Bescheuerten" begann Wischmeyer, der mit halbstündiger Verspätung ankam, sein Programm. Doch wirklich sicher vor diesen war man auch im zakk nicht, denn Dietmar Wischmeyer schlüpfte auf der Bühne in verschiedene Rollen, die den vorher genannten sehr nah kamen. So schlüpft Wischmeyer in die Rolle eines Babys, das von traumatischen Erlebnissen mit seinen Eltern berichtet, die ihm wie große Kräne erscheinen, die es in schwindelerregende Höhen heben. Kein Wunder, dass Babys so viel schreien, wo sie doch so grausam behandelt werden.

Doch nicht nur Eltern kommen bei Wischmeyer schlecht weg, auch einzelne Familienmitglieder gerade in die verbale Schusslinie. Väter, deren größte Leistung es ist am Vatertag den Karren mit dem Bier zu trinken? Mütter, die am Muttertag zweifeln? Wischmeyer kennt keine Gnade und läßt ein verbales Feuerwerk los auf alle, die nicht schnell genug in Deckung gehen. Da erscheint der Menschen von nebenan als dunkle Gestalt, der man am liebsten gar nicht begegnen möchte. Wischmeyer zeigt sich zwei Stunden lang wandlüngsfähig und wird in Gestus und Sprache zu Willi Deutschmann, Mike oder dem modrigen Prankowski.
(SMC)