22. Jan. 2026

Kultur

Cornelia van Laar hält dabei sozusagen den Goldtopf in den Händen und im Herzen. „Schöne Stimmung“, so Cornelia van Laar, „muss auch inszeniert werden.“ Einen besonders gelungene Inszenierung gelang van Laar zuletzt bei ihrem Venezianischen Maskenball in Köln. Venezianische Kulisse und Künstler entführten in die Welt des verträumten Venedig im lauen Herbst. Die Gäste kamen gewandet in fantasievollen Kleidern und Anzügen. Alle hatten sie eines gemeinsam. Die ausgefallenen Masken schmückten und verbargen die Gesichter zugleich. Einen Abend in eine andere Identität schlüpfen, sich berauschen lassen von der Fröhlichkeit und Ausgelassenheit, der Mystik und dem Geheimnisvollem im Festsaal des Senats Hotels.



Auf der Bühne waren die Komödianten des Teatro d´arte zu sehen. Begleitet durch venezianische Klänge erzählten sie nette Anekdoten aus Venedig. Das Buffet wurde aus italienischen Spezialitäten zusammengestellt. Wohlriechende Minestrone, Tomate an milchweißen Mozarellakugeln, Parmaschinken an frischer Melone, Nudeln und Tiramisu waren nur einige genussvolle Höhepunkte des Abends.



Nach dem Essen kamen die unzähligen Masken in Bewegung. Ein Tanzmeister führte in barocke Mennuettschritte ein, die leicht zu erlernen waren und sich großer Beliebtheit erfreuten. Ebenfalls für eine Erfahrung der besonderen Art und zu unvergleichlichen Stunden trug die Dekoration im Raum und das goldene Spiegelkabinett auf einer Empore bei.



Gastgeberin Cornelia van Laar erschien selbst in einem venezianischen Kostüm und kürte am Ende die echteste Maskerade mit einem Preis. Doch auch alle anderen Gäste gingen reicher nach Hause, als sie gekommen waren.


(SMC)