22. Jun. 2024

Kultur

Gemeinsam bringen die drei Ölfässer auf der Bühne zum tanzen. Ein ganzes Ballett der schweren Metallfässer wirbelt in einer Leichtigkeit über die Bühne, die man nie erwartet hätte.

Ruhiger geht es bei den Solonummern der Tanzakrobatin Kristin Sroka zu. Zwischen den schnelleren Nummern sorgt ihre Darbietung für Ruhe. Sroka beherrscht ihren Körper wie ein gut gestimmtes Instrument. Fast mühelos verdreht sie ihren Körper und bleibt dabei stets im Takt der Musik. Nicht umsonst ist sie siebenfache Meisterin der rhythmischen Sportgymnastik.

Andreas Wessels, ein begnadeter Jongleur, ist für die meisten Zuschauer der Star der Show. Wessels springt auf einem Bein Seil während er gleichzeitig sechs Bälle in der Luft hält. Er bewegt einen Ball über seinen Körper ohne die Hände zu benutzen. Und er läßt fünf brennende Fackeln über seinem Kopf kreisen. Schwerkraft? Die verliert an Bedeutung, wenn Andreas Wessels den Raum betritt.

Dritter im Bunde ist Komiker Jojo Weiß. Weiß liebt es skuril und hat es insbesondere auf seine Bühnenkollegen abgesehen. Mit seiner Stimme kann er ein ganzes Orchester ersetzen. So trommelt er auf seinem Körper mit Andreas Wessels um die Wette, erzählt die Geschichte der klassischen Musik neu und erweist sich als guter zweiter Sieger im Tischtennis. Kein Wunder, denn gleichzeitig kommentiert er die Partie. Seine Hände erzeugen nicht nur Töne, mit Bananen können sie böse Sachen anstellen.

Sehr zum Verdruss von Countertenor Daniel Lager. Dieser singt eigens für Vivace komponierte Melodien und Lieder und bringt damit ein ganz besonderes Flair ins den Saal des GOP. Gekommt werden dabei barocke Arien und moderne Arrangements kombiniert.

Noch bis zum 28. August zeigt das GOP Vivace. Die drei Ausnahmekünstler und die außergewöhnliche musikalische Untermalung sorgen dafür, dass Vivace sich wohltuend von anderen Produktionen abhebt und das Varieté auch bei strahlendem Sonnenschein gegen das Freibad gewinnen kann.

(SMC)