29. Mai. 2024

Kultur

Einst war die Gasgebläsehalle Teil eines gigantischen Stahlwerks, dem industriellen Herzen der Stadt Dortmund. Doch schon lange wird auf Phoenix West kein Stahl mehr gekocht – die historischen Hallen sind heute Teil der Industriekultur. Die letzte Schicht der Stahlarbeiter liegt schon lange zurück – doch jetzt herrscht wieder Leben in den alten Mauern, in denen die „Fantastischen Vier“ vor Jahren eine Konzerthalle eröffneten. Als digitales Kunstzentrum – und Teil eines Netzwerks vergleichbarer Orte in Städten wie Paris, New York und Amsterdam – ist Dortmund bis zum 31.12.2023 Schauplatz einer multimedialen Kunstausstellung. Phoenix des Lumières präsentiert Gustav Klimt „Gold und Farbe“.

Die Kunst wird in der Industriehalle nicht nur an die Wände projiziert, sondern auch auf Einbauten und in kleinen Teilen den Boden. Der wohl beste Platz, um die Motive in diesem besonderen Ambiente zu genießen, ist die im hinteren Teil der Halle eingebaute Tribüne. Doch auch in der Fläche verteilte Sitzsäcke bieten eine gute Möglichkeit, die Werke aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Die längste Präsentation beschäftigt sich mit Gustav Klimt. Wiener Kunst mit goldenen und bunten Portraits, aber auch Landschaften und das bekannte Gemälde „Der Kuss“ erwachen zum Leben. Nach einer kurzen Pause folgt die Ausstellung „Hundertwasser – Auf den Spuren der Wiener Secession“. Der Maler und Architekt Friedensreich Hundertwasser wurde von Klimt inspiriert. Er ist bekannt für seine farbenfrohen Gemälde aus unregelmäßigen Formen. Ebenfalls gezeigt wird die zeitgenössische Kreation „Journey“.

Wer sie Ausstellung sehen möchte, sollte im Vorfeld online ein Ticket buchen, da die Eintrittskarten mit festgelegter Zugangszeit verkauft werden. So möchte der Veranstalter zu großen Andrang vermeiden, denn natürlich ist die Ausstellung umso eindrucksvoller, je weniger andere Besucher mit einem in der Halle sind. Wer die Möglichkeit hat, sollte daher in der Woche nach Dortmund fahren. An gut besuchten Tagen kann es trotzdem zu Warteschlangen kommen – schon vor der Halle.

(SMC)