11. Dez. 2018

Kultur

Ein Sprung von der Brücke oder zurück ins Leben. Vor dieser Entscheidung sieht sich die 24jährige Elisabeth. Sie hat das ungeliebte Studium abgebrochen, nur Pech mit den Männern und nach ihrer Einschätzung bleibt das Glück nie an ihr kleben. Rettung naht in Form eines Fremden. Der verwickelt sie in ein Gespräch, bietet ihr eine Perspektive an und zieht sie schließlich aus dem Wasser, als sie springt. „Das Leben ist die Unterbrechung des Todes“, mahnt er sie und bietet ihr einen Job an. Selbst gerade arbeitslos geworden möchte Damian seine Karriere als Messerwerfer wieder aufnehmen und braucht dafür vor allem eins – eine lebende Zielscheibe. Da kommt ihm die lebensmüde und verzweifelte Lissy genau richtig.

Als die einwilligt beginnt eine lange, gemeinsame Reise. Bei der erproben die beiden nicht nur die Messerwurfnummer, sondern lernen einander kennen und schätzen. Aus anfänglichen verbalen Scharmützeln, bei denen der Messerwerfer sich über sein „Objekt“ amüsiert, werden bald Duelle auf Augenhöhe voller Alliterationen und Anspielungen. „Ich kann Messer nur auf Dinge werfen, die ich liebe“, bekennt Damian schließlich. Doch das gemeinsame Glück ist in Gefahr – nicht nur durch Messer, sondern auch durch Lizzys unbeständige Lebensweise und die Melancholie der beiden Menschen am Abgrund des Lebens. Eingebettet ist die Geschichte des ungleichen Paares in einen Theaterabend voll frecher Schlagfertigkeit und Romantik. Auf dem Spielplan des Theater Courage steht das Stück am 27. und 28. April, am 9., 25. und 26. Mai sowie am 15. und 16. Juni 2018. Karten zum Preis von 16 Euro gibt es telefonisch (0201/791466) und an der Abendkasse.

(SMC)