22. Jun. 2024

Kultur

Die Oper erzählt von der schönen Kaiserstochter Turandot, die am Hof in Peking lebt. Prinzen von nah und fern träumen von einer Hochzeit mit Turandot, doch diese denkt nicht im Traum ans Heiraten und stellt jedem drei Rätsel. Wer alle lösen kann, soll sie zur Frau bekommen. Wer es nicht schafft, wird hingerichtet. So geht es Jahr um Jahr, Kopf um Kopf.

Erst als ein geheimnisvoller Fremder an den Hof kommt, ändert sich das Schicksal. Trotz aller Warnungen läßt er sich auf die Rätsel ein und es gelingt ihm, sie zu lösen. Turandot ist entsetzt und fordert den Kaiser auf, sie nicht zu verheiraten. Doch dieser kann seiner Tochter nicht helfen. Da macht der Fremde ein Angebot: Falls Turandot vor Sonnenaufgang seinen Namen erfährt, ist sein Leben verwirkt.

Dieses Rätsel beschwört großes Unglück herauf. Turandot läßt ganz Peking nach dem Namen fragen und schreckt auch nicht davor zurück den greisen Vater des Fremden und seine Sklavin in Ketten zu leben. Als die Sklavin aus Liebe zu ihrem Herrn Selbstmord begeht, wird auch das Herz von Turandot weich und sie entscheidet sich für die Liebe.

In der riesigen Inszenierung liegen sowohl der Zauber als auch die Unannehmlichkeiten der Produktion. "Einfach nur beeindruckend" wisperten viele Zuschauer schon beim Betreten des Stadions und dem ersten Blick auf die 143 Meter breite Bühne. Doch gerade auf den hinteren Plätzen mehrten sich auch die Stimmen, die gerne Gesichter und Emotionen gesehen und nicht nur gehört hätten.
(SMC)