22. Jun. 2024

Kultur

Das Stück erzählt von Bergmann Fritz, der nach 50 Jahren aus der Zeche nach Hause kommt. Dort war er eingeschlossen und hat nichts von der Entwicklung der letzten Jahrzehnte mitbekommen. Doch wie bringt man dem überzeugten Bergmann bei, dass an seinem ehemaligen Arbeitsplatz nur noch Kultur gemacht wird und dass die Zeiten der Vollbeschäftigung und des erfolgreichen deutschen Fußballs lange vorbei sind?

Da sind die Klischee-Familien Spackmann und Grabowsky unterschiedlicher Ansicht, denn keine Sippe will Fritz verärgern, der doch stolzer Besitzer eines Schrebergartens ist. Als Fritz sich dann auch noch auf den Weg in die längst geschlossene Eckkneipe machen möchte und sich über Dönerbuden und Sonnenstudios wundert, muss die Wahrheit dann doch auf den Tisch.

Mit viel Liebe zum Detail, tragisch-komischer Aktualität und gelungenen Witzen zeigt der Mondpalast, dass man Spaß haben kann, ohne dabei flach zu werden. Gesang und schauspielerische Leistung im Mondpalast überzeugen wieder einmal. (SMC)