04. Dez. 2022

Marktplatz

„Als weltweit erstes Heimtextilien-Unternehmen und als bisher einziges Textilunternehmen in Österreich dürfen wir unsere Produkte künftig mit dem Fair Wear Label auszeichnen“, freut sich Stefan Grabher. Der Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens „Mary Rose“ setzt mit seinem Team auf kompromisslose Nachhaltigkeit. Mit diesem Ansatz hat das Unternehmen es bis ins Finale des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2020 geschafft. Nominiert als Vorreiter im Bereich Design konnte der Vorarlberger Heimtextilien-Spezialist sich dort mit bekannten Marken wie dm, John Deere oder dem Circus Roncalli messen.

„Aus tiefer Überzeugung arbeiten wir schon seit vielen Jahren an Produkten, die weder bei der Herstellung, noch bei der Verwendung und auch nicht am Ende des Lebenszyklus negativen Einfluss auf Mensch und Umwelt nehmen“, erläutert Stefan Grabher. Das Ergebnis ist die weltweit erste Cradle-to-Cradle GOLD zertifizierte Bettwäsche. Der Anbau der Bio-Baumwolle ist gemäß Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert. Bei der Produktion setzt man auf faire Arbeitsbedingungen. Auch wenn die Entwicklung nachhaltiger Textilien nach Unternehmensangaben weltweit noch in den Kinderschuhen steckt, hat man damit bereits wichtige Schritte gemacht. Die Produkte sind komplett biologisch abbaubar und lassen sich nach langjährigem Gebrauch rückstandslos in den biologischen Kreislauf zurückführen. Für die nächsten Jahre hat man weitere ambitionierte Ziele und strebt zum Beispiel die klimaneutrale Produktion an. „Vor uns liegt noch ein langer Weg mit großen Hürden. Aber wir bleiben definitiv dran“, so Stefan Grabher.

Ausschlaggebend für die Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis war die Cradle-to-Cradle Bettwäsche. Das Prinzip „Von der Wiege zur Wiege“ ist ein Ende der 90er-Jahre entwickelter Ansatz zu einer durchgängigen Kreislaufwirtschaft. Dieses wird zum Beispiel verwirklicht, wenn Produkte nach Gebrauch kompostiert werden können und auf der so entstandenen Erde wieder Pflanzen wachsen, aus denen man später neue Produkte herstellen kann. Um den c2c-Gedanken in vollem Umfang zu verwirklichen, muss nicht nur der Stoff kompostierbar sein, sondern auch auf das Material von Nähten, Knöpfen und der Verpackung geachtet werden. Bei der Bettwäsche werden daher Steinnussknöpfe statt Kunststoff verwendet.

Die nachhaltige Bettwäsche gibt es in der Variante Popeline. Zum Preis von 98 Euro bekommt man den Bettbezug in den Maßen 140 x 200 cm und das dazu passende Kissen mit 70 x 90 cm. Die 20 cm längere Variante kostet 109 Euro, der Bezug für eine Decke in doppelter Breite 149 Euro. Angeboten wird das Produkt in weiß, mauve, silber, hellblau und petrol. Der fein gerippte Stoff ist stabil, blickundurchlässig und fühlt sich angenehm glatt an. Da der Baumwollstoff ohne optische Aufheller produziert wird, eignet sich das temperaturausgleichende Material auch für Personen mit empfindlicher Haut. Mit der richtigen Füllung sorgt die Bettwäsche für ein trockenes Schlafklima – sowohl im Sommer als auch in gut geheizten Räumen.  Die Variante Perkal ist in den gleichen Größen und zum gleichen Preis erhältlich. Allerdings gibt es hier elf Farbvarianten vom klassischen weiß über smaragdgrün bis hin zu nachtblau oder jade. Der dicht gewebte und zugleich leichte Stoff fühlt sich angenehm weich an und ist damit besonders hautfreundlich. Die Bettwäsche kann bei bis zu 60 Grad gewaschen werden und ist einfach zu pflegen.

Eine gute Ergänzung ist das zwar nicht für den Nachhaltigkeitspreis nominierte, aber trotzdem GOTS-zertifizierte Bio-Jersey Spannleinentuch. Beim Beziehen des Bettes fällt einem sofort der angenehm weiche Stoff auf. Auch wenn die Tücher zu 97 Prozent aus Baumwolle bestehen, sorgen die drei Prozent Elasthan dafür, dass sich das Tuch angenehm spannen lässt. Erfreulich ist auch, dass das Tuch nicht täglich Falten wirft und man sich die Zeit für das Neuspannen spart. Der Stoff ist dick genug, um saugfähig zu sein und stabil genug, um lange zu halten. Der Stoff ist nicht im klassischen Sinne gewebt, sondern gewirkt. Das bedeutet, dass bei der Stoffherstellung aus einem Faden eine Vielzahl von ineinander geschlungenen Maschen gebildet werden. So bleibt der Stoff weich und elastisch. Verkauft wird das Spannbetttuch in den Breiten 90 cm (34,95 Euro), 120 cm (39,95 Euro), 140 cm (44,95 Euro) und 180 cm (54,95 Euro). Angeboten werden 19 Farben von weiß über safrangelb bis hin zu eisblau. Der Versand nach Deutschland kostet pro Bestellung 7 Euro.

(SMC)